Echt coolKuhmilch: Ab wann Ihr Baby sie verträgt

Kuhmilch ist günstiger als Schoppenpulver. Auch Joghurt, Frischkäse und Quark bereichern den Speiseplan. Doch bei Milchprodukten für Babys ist etwas Geduld gefragt. Denn das Milcheiweiss ist für die Kleinsten schwer verdaulich. Ab wann Sie Ihrem Kind, welche Kuhmilchprodukte reichen können.

Milch und Milchprodukte für das Baby
Frisch von der Alp schmeckt sie am besten, doch Säuglinge müssen mit dem Probieren noch etwas warten. Ab wann die Kuhmilch geeignet ist. © iStock / Getty Images Plus

Ab wann können Babys Kuhmilch trinken?

Normale, unverdünnte Kuhmilch sollte Babys erst ab einem Alter von zwölf Monaten gegeben werden, da diese aufgrund des recht hohen Proteingehalts die Nieren des Kindes stark belasten kann. Naturjoghurt kann dem Baby jedoch bereits früher gegeben werden. Ab einem Alter von etwa sechs Monaten bietet es sich an, diesen der Nahrung beizumischen. 

Mit Wasser verdünnte Kuhmilch sollte dem Baby frühestens ab dem achten Lebensmonat gegeben werden. Diese kann beispielsweise dem Getreidebrei zugesetzt werden. Der Schoppen sollte in diesem Fall jedoch mit einem Getreidepulver befüllt werden, damit eine Sättigung erreicht werden kann. Mehr als 300 Milliliter Milch sollten pro Tag jedoch nicht gegeben werden. Diese langsame Umstellung wird auch von der Mütterberatung empfohlen.

Und was ist mit Käse?

Quark, Frischkäse und Käse sollten im ersten Jahr von Babys nicht verzehrt werden. Dies ist wieder auf den hohen Proteingehalt zurückzuführen. Ab dem zwölften Lebensmonat kann der Säuglingsmilchschoppen mit normaler Kuhmilch befüllt werden. Um die Umstellung möglichst schonend vorzunehmen und das Kind an den neuen Geschmack zu gewöhnen, kann in der ersten Zeit eine Mischung aus Säuglings- und Kuhmilch gegeben werden. 

Richtiger Zeitpunkt von Milchprodukten für Babys.
Vorsicht bei diesen Milchprodukten im ersten Jahr vom Baby. © iStock, Thinkstock

Getreide-, Schoggi-, Ovo- oder Jemaltpulver müssen nicht hinzugegeben werden. Diese sind meist sehr zuckerreich und bei einer ausgewogenen Ernährung überflüssig. Im zweiten Lebensjahr empfiehlt sich dann eine tägliche Milchzufuhr von drei bis vier Deziliter pro Tag. Diese Empfehlungen werden auch von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung vertreten.

Was, wenn das Baby keine Milch oder Milchprodukte mag?

Milchdrinks sollten nicht verabreicht werden, da dieser nur wenige Fettsäuren enthält. Diese sind beim Baby jedoch von Bedeutung für die Hirnentwicklung. Rohmilch muss für Kinder abgekocht werden, Pastmilch sollte hingegen lediglich erwärmt werden, da ansonsten wichtige Nährstoffe zerstört werden könnten.

Wenn ihr Kind keine Vollmilch trinken möchte oder diese nicht verträgt, sollte in jedem Falle ein Kinderarzt oder eine Mütterberaterin konsultiert werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Milchprodukte sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung von Kleinkindern. Für Neugeborene sind sie aber noch nicht geeignet.
  • Ab dem Alter von 6 Monaten kann mit dem Einführen von Milchprodukten in Form von Naturjoghurt begonnen werden.

Vegane und alternative Ernährung: Kann auf Kuhmilch verzichtet werden?

Vegane, vegetarische und andere alternative Ernährungsformen sind für Kleinkinder ungeeignet und richten in der Entwicklung des Kindes grossen Schaden an. Auch Soja- oder Mandelmilch für Kleinkinder wird nicht empfohlen.

Im Sinne des Kindeswohls sollte deshalb Kuhmilch gegeben und auf eine vegane oder anderweitig alternative Ernährung verzichtet werden. Bei diesen Produkten ist nämlich der Proteingehalt meist zu gering. Zudem ist die Qualität der Proteine nicht ausreichend.

Insgesamt entsteht so ein Mangel in der Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung. Eine solche Ernährung fördert nicht zu behebende Entwicklungsstörungen. Kuhmilch sollte auch anderer tierischer Milch wie Ziegen- oder Schafsmilch vorgezogen werden. Zudem sollte das Baby in jedem Falle mit natürlichen Milchprodukten ernährt werden.

Publiziert von der Redaktion

HiPP

Die Rubrik Baby-Ernährung wird präsentiert von HiPP. HiPP widmet sich seit über 60 Jahren aus tiefster Überzeugung und mit grösster Sorgfalt der Herstellung von Premium-Babynahrung in bester Bio-Qualität. HiPP unterstützt Sie und Ihr Baby von Anfang an.

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