Ihr Baby kann Sie nun hören Die 15. Schwangerschaftswoche

Ihr Baby ist in der 15. SSW ganz Ohr. Es kann jetzt Geräusche wahrnehmen und lernt Ihre Stimme kennen. Sprechen Sie mit ihm! Auch das Herz Ihres Babys ist bereits voll ausgebildet. Geniessen Sie die Vorfreude.

So entwickelt sich Ihr Baby

Die Knochen Ihres Babys verhärten sich in den ersten Wochen des zweiten Trimesters immer weiter. In ihnen wird Kalzium abgelagert. Auch die Knochen im Innenohr des Babys verhärten sich. Es kann nun hören. Ihr Herzschlag und Ihre Stimme werden das Kind ab jetzt immer begleiten. Auch wenn das Baby diese Geräusche natürlich noch nicht einordnen kann, so erkennt es laut Studien bei der Geburt Ihre Stimme oder die Stimme des Vaters wieder. 

Grösse und Gewicht des Babys

8-10
cm
60-80
g

Und mitten im vierten Monat gibt es noch ein grosses Ereignis: Das Herz des Babys ist in der 15. Schwangerschaftswoche komplett ausgebildet.

Das Lanungo-Haar wächst in dieser Woche weiter, die feinen Haare bedecken langsam den ganzen Körper, die Augenbrauen werden dichter. Die Gesichtsknochen sind fertig und das Profil wird erkennbar. Die Nase steht vor, die Ohrmuscheln stehen seitlich ab. Die Augen sind noch weit auseinander, aber schon zur Gesichtsmitte ausgerichtet. Obwohl die Augenlider noch geschlossen sind, sind die Augen bereits lichtempfindlich. 

Das Baby bewegt sich weiterhin sehr viel im Fruchtwasser. Seine Hände sind nun schon so gross, dass sie sich fast berühren. Und das Baby greift damit nach allem, ballt die Faust und lutscht am Daumen. Es hat sogar schon eine Mimik, wenn auch unbewusst: Es runzelt die Stirn und schneidet sogar Grimassen. Zudem holt jetzt die Grösse des Körpers im Vergleich zum Kopf auf. Machte der Kopf bisher etwa die Hälfte des Babys aus, ist es jetzt rund ein Drittel.

Die 15. Schwangerschaftswoche

Ihr Körper in der 15. SSW

Ungefähr 2,2 bis 4,5 Kilogramm nehmen Schwangere bis zur 15. Woche zu. Der runde Bauch und die wachsende Gebärmutter können Grund für Schlafstörungen sein. Wenn Sie bisher die Rückenlage bevorzugt haben, müssen Sie sich für den Rest der Schwangerschaft eine andere Schlafposition suchen. Denn die Plazenta kann in der Rückenlage nicht optimal durchblutet werden, weil das Gewicht der Gebärmutter die Blutzufuhr zum Herz beeinträchtigt.

Die Seitenlage ist für die meisten Schwangeren eine gute Alternative. Im Hinblick auf die Durchblutung der Plazenta ist es am günstigsten, wenn Sie auf der linken Seite schlafen. Aber keine Sorge, dem Baby wird es auch gut gehen, wenn die Mama lieber auf der rechten Seite schläft.

Was jetzt wichtig ist

  • Neue Schlafposition suchen.
  • Mit einem Stillkissen wird die Seitenlage bequemer.
  • Kurs für Schwangerschaftsgymnastik suchen, idealer Start ist ab der 21. SSW.
  • Aufpassen, ob schon Kindsbewegungen spürbar sind.
  • Entscheiden, ob eine Amniozentese infrage kommt.

Im vierten Monat sehen viele Schwangere richtig gut aus. Vorfreude und Schwangerschaftshormone zeigen ihre Wirkung. Da sind die um die 15. SSW aufkommenden Besenreiser nur ein kleines Problem. Die rötlich blauen Äderchen auf der Haut entstehen durch die verstärkte Durchblutung und die grössere Blutmenge, denen die Venen nicht mehr standhalten können. Sie sind harmlos, aber leider nicht schön anzusehen.

Auch die Pigmentierung der Haut, bedingt durch das Hormon Östrogren, wird jetzt auffällig. Bereits im ersten Trimester wurden die Warzenvorhöfe dunkler. Dies betrifft jetzt auch Muttermale und Sommersprossen. Bei einigen Frauen bildet sich eine dunkle Linie, die vom Bauchnabel nach unten verläuft, die «Linea nigra». Sie wird nach der Geburt von selbst wieder verblassen.

Bei Mehrfachmüttern kommt es vereinzelt vor, dass sie die Kindsbewegungen des turnenden Babys wahrnehmen. Oft wird das zaghafte Flattern aber auch für Verdauungssymptome gehalten. Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, müssen meist bis zur 18. SSW oder sogar 20. SSW warten, bis sie die fetalen Bewegungen spüren. Denn dafür muss das Baby die Nervenenden in der Gebärmutter berühren. Solange es noch nicht gross genug ist und das Fruchtwasser die Bewegungen abfängt, heisst es Abwarten. 

Beim Thema Fruchtwasser müssen sich manche Eltern einer unangenehmen Frage stellen. Gab es Auffälligkeiten bei der ersten Ultraschalluntersuchung, werden die Ärzte eine weitere Vorsorgeuntersuchung vorschlagen: die Fruchtwasserpunktion, auch Amniozentese genannt. Diese Untersuchung ist nicht ohne Risiken. Bei dem ambulanten Eingriff werden 10 bis 15 Milliliter Fruchtwasser mit einer Hohlnadel entnommen. Dadurch erhöht sich das Risiko einer Fehlgeburt und Fruchtwasser zu verlieren. Verheilt der Stichkanal nicht gut, treten in seltenen Fällen Blutungen und Infektionen auf.

Produziert von der Redaktion

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