Ran an den Speck! Die 16. Schwangerschaftswoche

Sie sind jetzt in der letzten Woche des vierten Monats. Bauch und Baby machen einen grossen Wachstumsschub. Wurde vorher viel Energie für die Organe des Babys gebraucht, werden nun die Fettreserven aufgebaut.

So entwickelt sich Ihr Baby

In den letzten Wochen stand vor allem die Entwicklung der Organe des Babys im Vordergrund. Nun konzentriert sich die Entwicklung auf das Wachstum, die Kräftigung und die Anlage von Fettpolstern. Diese sind gleich doppelt wichtig: Sie liefern sowohl Energie als auch Wärme. Bisher ist die Haut nur eine durchsichtige, dünne Schicht. Die darunterliegenden Knochen und Blutgefässe sind gut zu erkennen. Das wird sich bald ändern, wenn sich die braune Fettschicht unter der Haut bildet.

Gewicht und Grösse vom Baby

11-12
cm
100-110
g

Das Kind bereitet sich im Mutterbauch immer mehr auf den aufrechten Gang vor. Der Rumpf streckt sich, die kleinen Knochen verhärten sich, Nerven, Muskeln und Gehirn schaffen mehr Verbindungen. Arme und Beine entwickeln sich rasch, die Beine überholen sogar die Arme in der Länge. Gliedmassen und Körper sind nun proportional. Der Fuss des Babys ist schon gut zwei Zentimeter gross.

Das Baby geniesst den neuen Körper sichtlich. Es schlägt Purzelbäume, bewegt die Gliedmassen und Gelenke, beugt und steckt die Finger, Arme und Beine. Nebenbei trainiert es den Saugreflex, indem es am Daumen lutscht, und beginnt mit Atembewegungen, um der Entwicklung der Lunge auf die Sprünge zu helfen.

Die Geschlechtsorgane des Babys entwickeln sich weiter. Männliche und weibliche Geschlechtsorgane unterscheiden sich immer mehr. Der männliche Fetus hat einen Hodensack und den Ansatz von einem Penis. Im Ultraschall in der 16. SSW ist das Geschlecht aber nicht immer gut erkennbar. In der 20. SSW stehen die Chancen hingegen sehr gut. Bis dahin können Sie mit den häufigsten Mythen zum Geschlecht spekulieren, ob es ein Bueb oder ein Meitli wird.

Die 16. Schwangerschaftswoche

Ihr Körper in der 16. SSW

In dieser Woche hat das Baby einen grossen Wachstumsschub. Gleichzeitig wächst der Babybauch und der Zeiger der Waage geht nach oben. Viele Frauen sind unsicher, wie viel sie in der Schwangerschaft zunehmen dürfen.

Eine Faustregel ist, dass sehr schlanke Frauen mehr zunehmen dürfen als Frauen, die zu Übergewicht neigen. Im Durchschnitt nimmt eine normalgewichtige Schwangere im ersten Trimester eineinhalb bis zwei, im zweiten Trimester sechs bis acht und im dritten Trimester vier bis sechs Kilogramm zu. Bis zur Geburt nehmen Schwangere durchschnittlich zwölf Kilogramm zu. Und es gibt noch ein ungeschriebenes Gesetz: Eine Schwangerschaft ist der falsche Zeitpunkt für eine Diät, genau wie die Stillzeit.

Apropos Stillen: Vielleicht tritt jetzt schon etwas Vormilch aus Ihren Brustwarzen aus. Das Kolostrum kann ab der 13. SSW auftreten und ist kein Grund zur Sorge. Vielmehr ist der Körper schon gut auf die Versorgung des Babys vorbereitet. Meist sind es nur ein paar Tropfen. Sollte es mehr sein, können Sie Stilleinlagen nutzen, damit der BH nicht nass wird.

Ihr Körper verrichtet Schwerstarbeit in der Schwangerschaft. Zum Beispiel steigt das Blutvolumen, das die Nieren reinigen müssen, bis zur 16. SSW. Erst jetzt hat es das Maximum erreicht, das bis zum Ende der Schwangerschaft aufrechterhalten bleibt. In Zahlen: Das Volumen ist um 60 Prozent höher als vor der Befruchtung.

Was jetzt wichtig ist

  • Schöne Schwangerschaftsmode kaufen, leihen oder selbermachen.
  • Spital, Geburtshaus, zu Hause: einen Ort für die Geburt aussuchen.
  • Genug Jod essen. Es ist zum Beispiel in Fisch enthalten.
  • Übungen für den Beckenboden machen.
  • Entscheiden, ob Sie das Geschlecht des Kindes wissen möchten.
  • Haben Sie schon einen Ausflug oder eine Reise geplant? Bis zur 30. SSW ist das noch gut möglich.

Die Schwangerschaftsbäuche sehen sehr unterschiedlich aus. Form und Grösse sind bei jeder Frau anders, auch wenn sie in derselben Woche sind. Bei Erstgebärenden ist der Bauch erst später zu sehen als bei Schwangeren, die schon Kinder haben. Diese jedoch haben höhere Chancen, die Kindsbewegungen schon jetzt spüren zu können.

Da sich Ihr Bäuchlein wölbt und die ersten Hosen nicht mehr zugehen, ist es an der Zeit, die erste Umstandskleidung zu besorgen – gebraucht, geliehen, neu oder selbstgemacht. Heute ist Kleidung für Schwangere zum Glück nicht nur bequem, sondern auch modisch. Gerade in den ersten Monaten lässt sich die eigene Kleidung noch gut umfunktionieren. So kommen jetzt Röcke und Kleider mit Strumpfhosen zum Einsatz und der Hosenknopf wird einfach mithilfe von einem Haargummi zugeknotet. Viel Spass beim improvisieren.

Publiziert von der Redaktion

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