Der Follikel - Wichtiger Grundpfeiler der Schwangerschaft 

Damit es mit der Schwangerschaft klappt, ist die Reifung der Follikel (Eibläschen) in den Eierstöcken wichtig. Was die Follikel mit dem Zyklus zu tun haben und warum sie entscheidend für die Befruchtung sind.

Der Follikel - Wichtiger Grundpfeiler der Schwangerschaft 

Follikel bedeutet Hülle oder Hülse. Generell handelt es sich dabei um bläschenförmige Hohlräume im Körper der Frau. Daher kennt man sie auch unter dem Namen Eibläschen.

Sie sind in den Eierstöcken lokalisiert und umgeben die Eizelle schützend. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Befruchtung. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. 

Entwicklung: Was hat der Follikel mit der Schwangerschaft zu tun?

Follikel lassen sich nach ihrem Entwicklungsgrad einteilen in:

  • Primordialfollikel
  • Primärfollikel
  • Sekundärfollikel
  • Tertiärfollikel
  • Graaf-Follikel (die reifste Form)

Damit die erste Entwicklungsstufe sich weiterbildet, wird das follikelstimulierende Hormon (FSH) benötigt. Es sorgt dafür, dass das Eibläschen bis hin zur letzten Entwicklungsstufe heranreift. 

Doch es wächst nicht bloss immer nur ein Eibläschen gleichzeitig: Sehr viele von seiner Sorte versuchen gleichzeitig, zum vollen Stadium – also zum Graaf-Follikel, der für einen Eisprung notwendig ist – heranzureifen. 
Doch nur Eines von ihnen erreicht pro Zyklus dieses Stadium. Es erhält aufgrund seines Volumens mehr vom follikelstimulierenden Hormon als die anderen. Es kann zudem ein Hormon abgeben, welches die FSH-Produktion wieder hemmt, damit die andren Mitstreiter kein stimulierendes Hormon mehr erhalten.

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Das übriggebliebene Eibläschen aktiviert die Östrogenproduktion, welche eine wichtige Rolle für die Gebärmutterschleimhaut spielt. Östrogen sorgt nämlich dafür, dass diese sich aufbaut und optimal auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet ist. Zudem wird das luteinisierende Hormon ausgeschüttet. Es bewirkt Folgendes: 

Das Eibläschen platzt – die daraus entstandene Eizelle wird in den Eileiter freigegeben, wo die Befruchtung stattfinden kann. Gelingt diese, weil qualifizierte Spermien auf die Eizelle treffen, folgt die Einnistung in der Gebärmutter und die ersten Schwangerschaftswochen.

Das aufgeplatzte Bläschen wird jetzt zum Gelbkörper. Mediziner bezeichnen den Zeitraum zwischen dem Reifebeginn des Eibläschens und der Ovulation als Follikelphase. Liegt keine Schwangerschaft vor und die Menstruation tritt ein, produziert der Körper mit dem üblichen Zyklus wieder neue Eibläschen und alles beginnt von vorne.

Publiziert von der Redaktion, Quelle: netdoktor.ch, Titelbild: Ttsz/iStock, Getty Images Plus

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