8 interessante FaktenWie Sie den Schwangerschaftstest richtig anwenden

Die Unsicherheit ist riesig, wenn plötzlich die Menstruation ausbleibt. Ein Schwangerschaftstest sorgt schnell für Klarheit, wenn er richtig angewendet wird. Diese 8 Fakten sollten Sie kennen.

Schwangerschaftstest

Die Brüste ziehen, Übelkeit macht sich bemerkbar, die Periode bleibt aus: Wenn diese Symptome auftreten, ist eine Schwangerschaft nicht unwahrscheinlich. Jede Frau wünscht sich schnell Klarheit darüber, ob gerade ein neues Leben in ihr heranwächst. Ein Schwangerschaftstest zu Hause kann Klarheit bringen. Doch bei der Anwendung ist Sorgfalt geboten, schliesslich kann ein kleiner Strich mehr oder weniger auf dem winzigen Anzeigefeld das ganze Leben verändern.

1. Wie der Schwangerschaftstest funktioniert

Die Schwangerschaftstests reagieren auf das Hormon Human Chorion Gonadotropin, kurz HCG. Es wird ab dem Moment der Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut gebildet und ist für den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Tests weisen das Schwangerschaftshormon HCG im Urin nach.
  • Das Testergebnis kann durch verschiedene Faktoren verfälscht werden.
  • Bei einem positiven Test sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Während der hcG-Wert bei einer gesunden, nicht schwangeren Frau bei 2 IE/l (Internationale Einheiten pro Liter). Während der Schwangerschaft steigt der Wert im Blut schnell an. Bereits vier Wochen nach der letzten Regelblutung liegt er bei 140 IE/l.

Ebenso ist das Hormon im Urin nachweisbar. Auch hier nimmt die Konzentration stark zu. Laut einer Studie zur Zuverlässigkeit von Urin-Schwangerschaftstest liegt der Wert sieben Tage nach dem Eisprung bei 0,2 mIU/ml (Milli-International-Units pro Milliliter), nach 14 Tagen sind es bereits 301 mIU/ml. Daran setzen die Schwangerschaftstests für zu Hause an, die seit 1979 auf dem Markt sind.

2. Wie zuverlässig die Tests sind

Auf der Packung der Schwangerschaftstests wird häufig mit einer Sicherheit von 90 bis 99 Prozent geworben. Jedoch hängt die Aussagekraft des Tests von einigen Faktoren ab:

  • Zeitpunkt des Tests nach der letzten Periode: Je länger die Frau bereits schwanger ist, desto zuverlässiger ist das Ergebnis
  • HCG-Konzentration im Urin ist von Frau zu Frau unterschiedlich
  • Tageszeit, zu der der Test durchgeführt wird
  • Medikamente, die eingenommen werden
  • Art und Weise, wie der Test gelagert worden ist

3. Wann der Test am besten angewendet wird

Mit Sicherheit lässt sich die Schwangerschaft frühestens zwei Tage nach Ausbleiben der Periode bestimmen. Greifen Sie also erst vier Wochen nach der letzten Menstruation zum Schwangerschaftstest.

Auch der Tageszeitpunkt ist wichtig: Der Morgenurin eignet sich für den Test am besten, da über die gesamte Nacht hinweg die Blase gefüllt wurde. Damit ist am Morgen die Konzentration von Hormonen im Urin am höchsten und der Test am aussagekräftigsten.

4. Wie der Schwangerschaftstest verwendet wird

Die Packungsbeilagen der Tests beschreiben detailliert und Schritt für Schritt das richtige Vorgehen. Grundsätzlich funktionieren Schwangerschaftstests aber auf die gleiche Art und Weise: Das Teststäbchen muss für einige Sekunden in den Urinstrahl gehalten oder in einen Becher mit Urin getaucht werden. Nach einigen Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Ein Kontrollfenster zeigt an, ob die Flüssigkeit ausreicht, um das Teststäbchen zu befeuchten und das Hormon nachzuweisen. In einem zweiten Fenster wird das Ergebnis sichtbar. Auch digitale Anzeigen gibt es im Handel. Bereits leichte Verfärbungen im Ergebnisfenster können ein positives Ergebnis anzeigen. Bei Unsicherheiten können Sie den Test nach einigen Tagen wiederholen. 

5. Wie Frühtests funktionieren

Im Handel sind auch Schwangerschaftsfrühtests erhältlich. Mit ihnen kann eine Schwangerschaft schon vor dem Ausbleiben der nächsten regelmässigen Blutung festgestellt werden, ungefähr vier bis sechs Tage vorher, da die Frühtests bereits auf eine HCG-Konzentration von 10 mlU/ml (Milli-International-Units pro Milliliter) reagieren. Das Schwangerschaftshormon HCG ist nämlich schon neun bis zehn Tage nach dem Eisprung nachweisbar. Frauen haben dann bereits eine Woche früher Gewissheit darüber, was in ihrem Körper geschieht.

6. Wie viel Schwangerschaftstests kosten

Schwangerschaftstest gibt es bereits ab etwa 2 CHF. Frühtests sind etwas teurer, ab 4 CHF. Für digitale Tests müssen rund 20 CHF investiert werden. Dafür geben sie aber Auskunft über die genaue Schwangerschaftswoche.

7. Warum es zu falschen Ergebnissen kommen kann

Nach dem unerträglichem Warten, kommt der spannende Moment. Sind ein oder zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest zu sehen? Bild: iStock, Thinkstock

Ein Schwangerschaftstest ist nicht zu 100 Prozent sicher. Immer wieder kommt es zu falschen Ergebnissen und es liegt eine Schwangerschaft vor, obwohl ein Test negativ war. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • Der Test war abgelaufen
  • Der Test wurde zu warm gelagert
  • Es wurden Medikamente wie Antidepressiva oder Hormonpräparate eingenommen
  • Der Test wurde nicht lange genug in den Urinstrahl gehalten
  • Der Test wurde zu früh angewendet und die nötige Hormonmenge war noch nicht im Urin enthalten
  • Der Test wurde mittags oder abends durchgeführt und der Urin war nicht die notwendige HCG-Konzentration vorhanden

8. Wie auf ein positives Ergebnis reagieren

Sie haben ein positives Ergebnis bei Ihrem Schwangerschaftstest. Herzlichen Glückwunsch, dann sind Sie sicher schwanger. Denn positive Ergebnisse bei den Tests sind um einiges zuverlässiger als negative.

Teilen Sie die schöne Nachricht ihrem Lebensgefährten mit und machen Sie einen Termin beim Frauenarzt. Erst dort kann die Schwangerschaft mit Sicherheit bestätigt werden, mittels Bluttest und Ultraschall in der Frühschwangerschaft. Nun können Sie sich in jeder Schwangerschaftswoche über die Entwicklung Ihres Kindes in Ihrem Bauch informieren und erfreuen.

Publiziert von der Redaktion/Miriam Eckert, Titelbild. iStock / Getty Images Plus

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