KolikenSo lindern Sie die Bauchkrämpfe Ihres Babys

Ihr Baby hört nicht auf zu weinen? Dann leidet es wahrscheinlich an Koliken beziehungsweise Bauchkrämpfen. Verschaffen Sie Ihrem Kind mit den folgenden Tipps Erleichterung.

Dreimonatskoliken - So helfen Sie Ihrem Baby

Koliken bei Babys dauern in den meisten Fällen ungefähr drei Monate und werden deshalb umgangssprachlich als Dreimonatskoliken bezeichnet und zeigen sich in Form von Bauchkrämpfen. Keine Sorge, versuchen Sie, in dieser Zeit Ruhe zu bewahren.

Die folgenden Massnahmen gegen die Koliken Ihres Babys helfen. Wenn die Schreiphasen allerdings kein Ende nehmen und Sie als Eltern überfordert sind, sollten Sie sich Hilfe holen. Der Verein Schreibabyhilfe unterstützt Sie in dieser schwierigen Phase. 

Lesen Sie auch, wie Sie mit einer Fussmassage Ihrem Baby Zuwendung schenken 

Massagen gegen Koliken: Entspannung für Ihr Baby

Sanfte Massagen des Bauches können gegen Blähungen und Koliken helfen und das Baby entspannen. Massieren Sie dazu vorsichtig den Bauch Ihres Kindes im Uhrzeigersinn, aber nicht den Darmbereich. Ein Massageöl für Babys kann die Wirkung noch unterstützen. Ein angewärmtes Kirschkernkissen hat ebenfalls beruhigende Eigenschaften für Babys Bäuchlein. Zusätzlich wirken regelmässige Fussmassagen wohltuend.

Blähungen und Koliken – die Luft muss raus

Lassen Sie Ihr Baby gegen ein Kissen, Ihre Hand oder Ihren Bauch strampeln. Dadurch werden die Bauchmuskeln trainiert, die Verdauung angeregt und Luft herausgedrückt. Das kann die Koliken Ihres Babys abmildern. Bewährt hat sich auch das «Abhalten». Bei dieser Technik halten Sie Ihr nacktes Baby an den Oberschenkeln und lehnen seinen Oberkörper gegen Ihren Bauch, um ihm Halt zu geben. Nun kann Luft aus dem Darm entweichen.

Ablenkung und Bewegung tun dem Baby bei Bauchkrämpfen gut

Dreimonatskoliken: Tipps, wenn Ihr Baby an Bauchkrämpfen leidet.
Baby beim Spazieren von den Bauchschmerzen ablenken. (Bild: FamVeld/iStock, Thinkstock)

Fahren Sie Ihr Kind im Kinderwagen spazieren. Das Geschaukel tut gut und lässt Luft aus Bauch und Darm entweichen. Tragen Sie Ihr Kind ausserdem viel. Der sogenannte «Fliegergriff» bietet Ablenkung von den Koliken und  wirkt gleichzeitig wie eine sanfte Bauchmassage. Dafür legen Sie das Baby mit dem Bauch nach unten auf Ihren Unterarm und tragen es in dieser Position herum. Auch Tragetücher und Tragehilfen haben sich bei Bauchkrämpfen bewährt.

Ernährung für stillende Mütter: Das hilft bei Koliken

Dreimonatskoliken: Tipps, wenn Ihr Baby an Bauchkrämpfen leidet.
Fenchel hilft, die Bauchkrämpfe bei Koliken zu lösen. (Bild: Olgaorly/iStock, Thinkstock)

Wenn Ihr Baby gestillt wird und Koliken hat, verzichten Sie auf blähende Lebensmittel wie zum Beispiel Kohl. Vermeiden Sie ausserdem Kuhmilchprodukte, denn vielleicht reagiert Ihr Baby indirekt auf den Milchzucker (Laktose). Es sollte Fenchel- oder Entblähungstee trinken. Das Fläschchen können Sie ebenfalls mit Fencheltee statt Wasser anrühren. Manche Kinderärzte in der Schweiz empfehlen Präparate wie beispielsweise Gripe Water. Sie wirken gegen Koliken und lösen Luftbläschen im Bauch auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Massagen und Ablenkung helfen bei Koliken.
  • Beim Stillen sollte auf blähende Nahrungsmittel und Kuhmilchprodukte verzichtet werden.
  • Das Fläschchen wird am besten mit Fencheltee angerührt.
  • Durch Strampeln gegen einen Widerstand kann überschüssige Luft entweichen.


Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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