Po-PflegeWunder Po beim Baby - Windeldermatitis

Viele Windeln werden gewechselt, bis das Kleinkind zuverlässig trocken ist. Bis dahin kann es sein, dass Eltern einmal einen wunden Po erleben. Was sind die Ursachen und was kann man gegen Windeldermatitis tun?

Wunder Po beim Baby - Windeldermatitis 

Ein wunder Po quält Babys und Kleinkinder. Die Haut juckt und brennt. Viele Eltern registrieren verstärktes Weinen und Quengeln, bevor sie den roten Po bemerken. Ein ständig wunder Po reizt Babys Haut sehr stark. Wenn möglich, sollten Eltern deswegen die Ursache für das Wundsein herausfinden. Diese können sehr unterschiedlich sein.

Manche Stillkinder reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel mit einem wunden Po. Bemerken Eltern häufiger, dass ihr gestilltes Baby oft wund ist, lohnt ein Nahrungstagebuch der Mutter. Eine Empfindlichkeit auf Zitrusfrüchte oder auf Kuhmilch kann sich durch einen wunden Po bemerkbar machen. 

Manchmal ist Babys Haut am Po auch durch Infekte gereizt. Dies gilt vor allem für Durchfall- Erkrankungen. Der aggressive Stuhl kann laut der Plattform Sprechzimmer die Haut angreifen. Ständiges Waschen und Wischen über den Po irritiert die sensible Hautbarriere dann noch mehr. Hält dieser Zustand über Tage an, kann aus der oberflächlichen Rötung auch eine manifeste Entzündung werden.

Windeldermatitis: Wunden Po des Babys behandeln.
Bei wundem Po sollten Sie die Windeln mehrmals täglich wechseln. (Bild: fizkes/iStock, Thinkstock)

Was tun gegen den wunden Po?

Eine gute Hygiene im Windelbereich ist die beste Vorbeugung gegen Rötungen und Windeldermatitis. Vier bis sechs frische Windeln sollte das Baby pro Tag erhalten.

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Zwar sind moderne Windeln sehr saugfähig und leiten Feuchtigkeit gut von der Haut ab. Dennoch bleibt eine Restfeuchtigkeit, auf die manche Babys sehr empfindlich reagieren. Bemerkt man das grosse Geschäft in der Windel, sollte diese umgehend gewechselt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Regelmässiges Windelwechseln und sanfte Reinigung mit Wasser ist die beste Vorbeugung gegen einen wunden Po.
  • Bei nässenden Stellen sollte der Kinderarzt wegen einer möglichen Windeldermatitis zu Rate gezogen werden. 

Verschiedene Marken ausprobieren

Viele Eltern verwenden Feuchttücher. Manche Kinder reagieren jedoch auf die Inhaltsstoffe mit einem roten Po. Sinnvoll ist es deswegen, zum Reinigen klares Wasser und einen weichen Lappen zu verwenden. Auch Waschungen mit kaltem Kamillentee sind sinnvoll. Manchmal kann es auch helfen, eine andere Marke an Feuchttücher auszuprobieren. Dies gilt auch für Windeln.

Auch, wenn auf den ersten Blick praktisch alle identisch aussehen und die gleichen Dienste leisten: Die Inhaltsstoffe sind unterschiedlich. So enthalten manche Windeln auch im Innenbereich, der mit Babys Haut in Kontakt kommt, Lotionen. Diese können einen wunden Po verursachen. Bei häufigen Hautreizungen kann laut Stoffwindelverein Schweiz auch der Wechsel zu Stoffwindeln Wunder bewirken.

Weniger an Pflege ist mehr!

Ist der Po einmal wund, hat Zinksalbe sich als Hausmittel gut bewährt. Wundschutzcremes sollten nach Meinung vieler Hebammen und Kinderärzte nur dann verwendet werden, wenn der Po auch gereizt ist. Ein Weniger an Pflege ist hier manchmal mehr!

Auch mit Pudern im Bereich des Pos sollten Eltern eher zurückhaltend agieren. Gelegentliches Strampeln ohne Windel an der frischen Luft hat meist den besseren Effekt.

Zum Kinderarzt bei Windeldermatitis und Pilzinfektionen

Aus einem Wunden Po kann eine Windeldermatitis werden. Diese zeigt sich durch sehr grossflächige Rötungen, offene Hautstellen und nässende Ekzeme.

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In diesem Fall sollte Babys Po schnellstmöglich dem Kinderarzt vorgestellt werden. Eine rasche Medikation verhindert, dass die Windeldermatitis sich weiter verbreitet.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

 

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