Für einen regelmässigen ZyklusWeibliche Hormone - Welche gibt es und was ist ihre Aufgabe?

Hormone regulieren unseren ganzen Körper. Der weibliche Zyklus ist da keine Ausnahme. Welche weiblichen Hormone es gibt und wie sie sich auf den Zyklus und die Schwangerschaft auswirken. 

Weibliche Hormone - Welche gibt es und was sind ihre Aufgaben?

Der Zyklus der Frau dient der Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Befruchtung. Gesteuert wird der dreiphasige Zyklus durch Hormone, die im Gehirn produziert werden. Er beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung und endet einen Tag vor der darauffolgenden Periode. Wer schwanger werden möchte, sollte Bescheid wissen über die Hormone, die hierfür eine wichtige Rolle spielen. 

Die Hormone im weiblichen Zyklus

Die erste Zyklushälfte wird auch als Follikelphase bezeichnet. Zur Mitte des Zyklus hin stellt sich die Eisprungphase (Ovulationsphase) ein. Darauf folgt die Gelbkörperphase. Alle diese Phasen und die währenddessen ablaufenden Vorgänge im Körper werden durch Hormone gesteuert, die sich wiederum gegenseitig beeinflussen. 

Welche Hormone gibt es im weiblichen Körper und wofür sind sie zuständig? 

  • Das Hormon Östradiol wird vor dem Eisprung im Follikel gebildet. Es ist das bedeutendste weibliche Geschlechtshormon und zählt zu den Östrogenen. Seine Aufgabe ist die Reifung der Eizellen. Zudem sorgt Östradiol dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut sich aufbaut, was für die Monatsblutung wichtig ist. 
  • Im Gelbkörper entstehen die Gestagene (Gelbkörperhormone). Progesteron ist ein natürliches Gestagen. Es fördert die Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut. 
  • Das Hormon Prolaktin ist wichtig für die Milchbildung nach der Schwangerschaft und wird gebildet, wenn es zu einer Befruchtung kommt. 
  • Das sogenannte Gonadotropin Releasing-Hormon ist für Männer und Frauen bedeutend: Es fördert das Wachstum der jeweiligen Keimdrüsen und aktiviert die Ausschüttung von Sexualhormonen. 
  • Für das Wachstum des Follikes (Eibläschen) und den Eisprung selbst sind zwei Hormone besonders wichtig: Das Follikelstimulierende Hormon stellt das Wachstum des Eibläschens im Eierstock sicher, während das Luteinisierende Hormon (LH) den Eisprung auslöst. Darüber hinaus stimuliert es den Gelbkörper. 
  • Nicht zuletzt benötigt der weibliche Körper Humanes Choriongonadotropin (hCG). Dieses stimuliert nicht nur die Gelbkörperhormone, sondern ist auch unerlässlich für den Erhalt der Schwangerschaft. Es dient zudem dem Nachweis der Schwangerschaft. 

Der Einfluss der Hormone auf den Zyklus 

Das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und Luteinisierende Hormon (LH) werden von der Hirnanhangdrüse ins Blut ausgeschüttet. Der Follikel wird durch das FSH im Eierstock entwickelt und nimmt mit der Zeit an Grösse zu. In den Wänden dieses Follikels wird Östrogen produziert. Das sorgt dafür, dass mit dem Wachstum gleichzeitig die Östrogenkonzentration ansteigt. 

Der Östrogenspiegel ist daher an den Tagen vor dem Eisprung besonders hoch. Hierdurch wird vermehrt LH ausgeschüttet. Das sorgt dafür, dass der Follikel, der in seiner Entwicklung am weitesten fortgeschritten ist, platzt. Die in ihm befindliche reife Eizelle kann anschliessend in den Eierstock transportiert werden. 

Diese Verbindungen zeigen, dass die weiblichen Geschlechtshormone nicht bloss durch das Gehirn reguliert werden. Darüber hinaus beeinflussen sie sich auch gegenseitig. Das macht deutlich, dass die weiblichen Hormone in der richtigen Konzentration vorliegen müssen, damit es zu einem regelmässigen Zyklus der Frau kommen kann. Dieser wiederum ist wichtig für alle Frauen, die gerne schwanger werden möchten.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: Maksym Azovtsev/iStock, Getty Images Plus

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