Spermien spendenDank Samenspende legal schwanger werden

Mit einer Samenspende kann der Kinderwunsch noch in Erfüllung gehen. Doch nicht jeder Frau und jedem Paar steht laut Schweizer Gesetz diese Behandlung zu.

Legal per Samenspende schwanger werden
Wundertüte Spermienspende: Paare mit Kinderwunsch dürfen die Samenspende in der Schweiz nicht selbst aussuchen. © iStock / Getty Images Plus

Bei einigen Paaren kann die Frau nicht schwanger werden. Umfangreiche Untersuchungen folgen, um die Gründe abzuklären. Liegt die Ursache in einer männlichen Unfruchtbarkeit, besteht die Möglichkeit zu einer legalen Kinderwunschbehandlung mit Spenderspermien. 

Eine legale Samenspende in der Schweiz ist aber nur für verheiratete Paare möglich. Nach erfolgreicher Behandlung und Geburt wird der Ehemann automatisch der gesetzliche Vater des Kindes und übernimmt alle damit anfallenden Pflichten sowie Rechte. 

Bei einer möglichen Samenspende wird eine Insemination vollzogen. (Bild: man_at_mouse/istock, Thinkstock)

Nicht jeder profitiert von der Samenspende in der Schweiz

Frauen ohne Partner oder lesbische Paare können von dieser Form einer künstlichen Befruchtung nicht profitieren. Beachtenswert ist ferner, dass die Krankenkassen nicht für die Spenderinsemination aufkommen.

Ist die künstliche Befruchtung genehmigt, erfolgt 36 Stunden nach einem provozierten Eisprung eine Insemination per Katheter über die Gebärmutter. Bei Bedarf kann alternativ eine In-Vitro-Fertilisation erfolgen.

Keine Selektion des Spenders

Das Paar hat in der Schweiz keine Möglichkeit, den Samenspender aus einem Katalog auszuwählen, wie dies in anderen Ländern erfolgt. Das Schweizer Gesetz verbietet die eigenständige Selektion bei der künstlichen Befruchtung. 

Stattdessen wählt die Kinderwunschklinik eine geeignete Spermaspende nach grundlegenden Kriterien wie Blutgruppe, Statur, Haarfarbe und Augenfarbe aus, damit das Kind in die Familie passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schweizer Gesetz ermöglicht eine legale Behandlung mit Spenderspermien für eine Kinderwunschbehandlung.
  • Ihr Einsatz auf verheiratete Paare bei männlicher Unfruchtbarkeit ist beschränkt.
  • Der Ehemann ist der rechtmässige Vater des Kindes.

Kindsrechte bei Samenspende in der Schweiz

Seit 2001 hat das Kind das Recht, die Identität des genetischen Vaters zu erfahren, sobald es volljährig geworden ist. Aus diesem Grund muss jeder Samenspender registriert werden. Nach Geburt eines künstlich gezeugten Kindes werden seine Daten dem Bundesamt für das Zivilstandswesen in Bern mitgeteilt, um «im Bedarfsfall die betroffenen Kinder bei der Nachforschung über ihre Herkunft begleiten zu können».

Eine moralische Unterstützung bei diesen Behandlungen bieten Vereine wie das Betroffenen-Netzwerk Kinderwunsch. Dieser «setzt sich für die Aufklärung über ungewollte Kinderlosigkeit ein und informiert über die Behandlungsmethoden.»

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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