DurstlöscherWas und wieviel Sie in der Stillzeit trinken sollten

Zwei bis drei Liter Flüssigkeit benötigen Sie pro Tag, wenn Sie Ihr Baby stillen. Welche Getränke dabei das Stillen fördern und welche sie besser nicht zu häufig konsumieren sollten.

Was trinken, wenn Sie das Baby stillen? 

Machen Sie das Trinken doch zur Gewohnheit, und zwar ein Glas vor jeder Stillmahlzeit. So wird der Körper sicher ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, welche er zur Milchbildung benötigt. Genug trinken – schön und gut, aber sehen Sie davon ab, zu viel auf einmal zu trinken, weil eine übertriebene Flüssigkeitszufuhr die Milchproduktion eher hemmt als fördert.

Diese Getränke sind während des Stillens erlaubt.
Verdünnte Fruchtsäfte liefern Vitamine. (Bild: Wavebreakmedia-Ltd/iStock, Thinkstock)

Getränke für die Stillzeit

Das beste Getränk während der Stillzeit ist kohlensäurearmes Wasser, gute Alternativen sind ungezuckerte Kräutertees. Früchtetees sind hingegen nur mit Vorsicht zu geniessen, da Ihr Kleines von der Fruchtsäure einen wunden Po bekommen kann. In Apotheken und Drogeriemärkten können Sie ausserdem Stilltees kaufen, welche die Milchbildung fördern. Diese sind Kräutertees, die eine Mischung aus Anis, Fenchel und Kümmel enthalten.

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Wenn Sie Ihr Baby stillen, ist der Bedarf an Kalzium erhöht. Die empfohlene Menge für den Milchkonsum liegt bei einem halben Liter pro Tag. Wenn in der Familie aber eine Vorbelastung in Sachen Kuhmilchallergie besteht, sollten Sie lieber auf Vollmilch verzichten. Sauermilchprodukte wie etwa Buttermilch sind dann die besseren Alternativen. Wenn Sie unsicher sind, dann kontaktieren Sie eine Stillberaterin.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Stillzeit braucht der Körper 2-3 Liter Flüssigkeit am Tag.
  • Dabei sind stilles Mineralwasser und ungezuckerte Kräutertees die erste Wahl.
  • Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke sowie Diätprodukte.
  • Alkohol ist in der Stillzeit tabu.

Süsse Getränke beim Stillen – ja oder nein?

Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz befriedigen die Lust auf süsse Getränke und liefern dem Körper gleichzeitig wichtige Vitamine. Diese sollen aber möglichst verdünnt getrunken werden, um den natürlichen Zuckergehalt von Früchten zu reduzieren. Fruchtnektar ist hingegen nicht zu empfehlen, weil dieser mehr Industriezucker als Frucht enthält.

Sie können Ihr Getränk auch ganz unbedenklich mit künstlichen Süssstoffen wie Aspartam, Saccharin oder Thaumatin süssen. Diese Süssstoffe schaden Ihrem Baby nicht. Aber Getränke mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit, Xylit und Isomalt sollten nur in geringen Mengen konsumiert werden, da sie abführend wirken – auch beim Baby. Diese Stoffe sind vor allem in Diätprodukten enthalten.

Zu vermeidende Getränke in der Stillzeit

Neben den «guten» Getränken gibt es auch solche, welche die Milchbildung hemmen wie Salbei- und Pfefferminztee sowie alle koffeinhaltigen Getränke. Der in Cola, Kaffee und schwarzem Tee enthaltene Koffein hat zudem eine grosse Auswirkung auf das Baby: Es wird unruhig und kann Bauchweh und Blähungen bekommen. Zwei Tassen Kaffee am Tag, nach der Stillmahlzeit, sind jedoch in Ordnung.

Viel schlimmer als Koffein ist Alkohol. Während Sie stillen, sollten Sie auf alle alkoholhaltigen Getränke verzichten. Umfangreiches Infomaterial zu Fragen rund um das Thema Stillen finden Sie auf der Website der Schweizer Stillförderung

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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