Bellender HustenBabys mit Pseudokrupp - So reagieren Sie richtig

Bellender Husten und Atemnot können Symptome für den falschen Krupp sein. Welche Ursachen diese Erkrankung hat, ob Pseudokrupp ansteckend ist und was Sie tun können, wenn Ihr Baby einen Anfall zeigt.

Babys mit Pseudokrupp - So reagieren Sie richtig

Er tritt vorwiegend in der Nacht und in der kalten Jahreszeit auf: der Pseudokrupp. Bemerkbar macht er sich durch einen Husten, der wie das Bellen eines Hundes klingt. Hinzu können Atemnot und ein erschwertes Einatmen des Kindes kommen.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind meist Erkältungsviren wie Parainfluenza. Am häufigsten tritt der sogenannte falsche Krupp bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren auf. Besonders anfällig zeigen sich dabei Kinder, die eine Allergie haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Falscher Krupp tritt bei Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren auf. Husten und Atemnot sind die wichtigsten Symptome.
  • Bei einem Anfall können kühle Luft, viel Flüssigkeit und Wasserdampf helfen. Bei schweren Anfällen ist ein Arzt zu konsultieren.

Erste Massnahmen bei Pseudokrupp

Besonders wichtig ist es, dass Eltern bei einem Anfall ihres Kindes die richtigen Massnahmen treffen, betont auch die Lungenliga Schweiz in ihrem Ratgeber zu dieser Krankheit. Hilfe können Sie aber auch bei einer guten Hebamme finden. Der Schweizerische Hebammenverband bietet für solche Fälle auch telefonische Beratung an.

Bei einem Anfall schwellen die Schleimhäute an und verengen auf diese Weise die Atemwege. Da diese bei Kindern noch sehr klein sind, wirkt sich die Verengung gravierender aus als bei älteren Menschen.

 Ein warmes Bald fürs Baby hilft bei Pseudokrupp. (Bild: Aurelie1/iStock, Thinkstock)
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Pseudokrupp-Anfall – was tun?

Tritt ein Anfall auf, heisst es zuerst: Ruhe bewahren! Richten Sie Ihr Baby in eine aufrechte Position oder nehmen Sie es aus seinem Bettchen. Frische Luft kann Ihrem Kind das Atmen erleichtern. Bringen Sie es daher am besten zu einem offenen Fenster. Alternativ hat es sich bewährt, dem Kind in kleinen Schlucken Flüssigkeit zu verabreichen. Auch Wasserdampf trägt zur Linderung der Symptome bei. Lassen Sie dazu in eine Badewanne warmes Wasser ein und setzen Sie Ihr Kind dazu. Ähnlich funktioniert es mit einer warmen Dusche und dem Aufenthalt des Kindes im Badezimmer.

Tipp

Um einer Erkrankung vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Luft im Kinderzimmer möglichst feucht zu halten, zum Beispiel durch einen Luftbefeuchter.

In der Regel dauert ein solcher Anfall nur wenige Minuten und das Kind findet schnell wieder in den Schlaf. Haben Sie das Gefühl, dass die Symptome durch diese Massnahmen nicht abklingen, dann sollten Sie einen Arzt zur Hilfe rufen. Häufig fragen sich Eltern, ob Pseudokrupp ansteckend ist. Dies ist nicht der Fall.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock 

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