JobfunktionDie Bedeutung der Hebamme 

Erfahrene Hebammen verfügen über ein sehr fundiertes und umfangreiches Fachwissen. Sie begleiten ihre Klientinnen auf Wunsch durch die Zeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Die Bedeutung der Hebamme 

Tätigkeitsbereiche einer Hebamme

In der Schwangerschaft führen Hebammen Kontrolluntersuchungen durch und beraten die werdende Mutter. Sie geben Ratschläge bei Schwangerschaftsbeschwerden oder leisten Entscheidungshilfe bei der Wahl des Geburtsortes. Gibt es Komplikationen, arbeiteten sie eng mit Fachärzten zusammen. Auch Geburtsvorbereitungskurse und Informationsveranstaltungen werden von Hebammen angeboten, zum Beispiel im Universitätsspital Zürich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgaben der Hebamme: Vorsorgeuntersuchungen, Leitung der Geburt, Wochenbettbetreuung
  • Hebamme und Arzt ergänzen sich
  • Kostendeckung durch die Krankenversicherung
  • Hebamme suchen: frühzeitig kontaktieren

Hebammen leiten eine Geburt grundsätzlich eigenverantwortlich. Dabei sind sie entweder in einem Krankenhaus angestellt, arbeiten in einem Geburtshaus oder sind freiberuflich tätig. Sie können eine Geburt auch bei der Schwangeren zu Hause leiten. Viele freiberufliche Hebammen sind sogenannte Beleghebammen, die einen Belegvertrag mit einem Krankenhaus abgeschlossen haben. Sie dürfen dort Untersuchungen durchführen und die Geburt ihrer Klientinnen leiten.

Vom Besuch der Hebamme am Wochenbett profitieren junge Mütter besonders. Ihre vielen Fragen zu den Themen Stillen, Zufüttern, Schoppennahrung, Rückbildung und Geburtswunden werden beantwortet und nach individuellen Lösungen für Mutter und Baby gesucht. Auch später steht die Hebamme noch mit Rat und Tat zur Seite.

Hebamme und Arzt

In der Schweiz kann sich eine Schwangere seit Jänner 2017 entscheiden, alle sieben Schwangerschaftsuntersuchungen ausschliesslich von einer Hebamme durchführen zu lassen. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft hat dieses Modell viele Vorteile. In der Schwangerschaft, bei der Geburt und am Wochenbett von ein und demselben Personenkreis betreut und beraten zu werden gibt der Mutter Sicherheit. Denn sie kann optimal auf eine Geburt vorbereitet werden. Einer Hebamme ist es möglich, viel genauer auf die Bedürfnisse von Mutter und Baby einzugehen.

Bei Komplikationen zieht jede Hebamme die Fachmeinung von Ärzten hinzu. Im Krankenhaus ist sie an die Weisung der Ärzte gebunden. Bei Problemschwangerschaften ist es einer Hebamme möglich, die Schwangere und ihre Familie mental zu unterstützen.

Was die Tätigkeiten einer Hebamme sind.
Immer an Ihrer Seite: Eine Hebamme begleitet die werdende Mutter bei der Schwangerschaft. (Bild: ighwaystarz-Photography/iStock, Thinkstock)

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Von der Grundversicherung werden bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft sieben Untersuchungen vor der Geburt bezahlt. Gedeckt sind ebenso die Leitung einer Geburt in einem Krankenhaus, Geburtshaus oder die Hausgeburt. Bis 56 Tage nach der Niederkunft übernimmt die Versicherung 10 Besuche. Bei einer Erstgeburt, einem Kaiserschnitt, bei der Geburt von Mehrlingen oder einem Kind mit Behinderung, werden 16 Besuche bezahlt. Auch eine generelle Nachkontrolle nach sechs Wochen ist vorgesehen. Genauso wie die Kosten für drei Stillberatungen.

Frühzeitig eine Hebamme suchen

Wenn Sie eine Hausgeburt anstreben, sollten Sie den Kontakt zu einer Hebamme gleich am Beginn der Schwangerschaft herstellen. Sie können von der fachkundigen Begleitung während der Schwangerschaft nur profitieren. Es bleibt auch genügend Zeit sich gegenseitig kennenzulernen.

Selbst wenn Sie nur eine Hebamme am Wochenbett wünschen, oder eine Stillberatung haben möchten, raten wir dazu, sich frühzeitig eine Hebamme zu suchen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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