NeugeborenenakneNichtstun ist die beste Therapie

Die Haut von Neugeborenen ist besonders empfindlich. Zeigen sich darauf plötzlich kleine Pickel, sind Eltern schnell besorgt. Dabei handelt es sich um die Baby- oder Neugeborenenakne, die nicht nur häufig auftritt, sondern auch in der Regel harmlos verläuft.

Ursache und Therapie der Neugeborenenakne

Kleine Pickel sind die ersten Anzeichen der Babyakne. Sie treten meist auf den Wangen als kleine rötliche Pusteln mit einem gelben Zentrum auf. Die Ursachen, Symptome, Therapie und welche Verwechslungsgefahr mit der Säuglingsakne besteht, haben wir nachstehend zusammengefasst.

Bei Babyakne ist Geduld angesagt.
Babyakne verteilt sich hauptsächlich im Gesicht. (Bild: tomsickova/iStock, Thinkstock)

Harmloser Verlauf der Neugeborenenakne 

Die Pusteln erscheinen um die dritte Woche nach Geburt. Betroffen sind etwa 20 Prozent aller Neugeborenen. Das Auftreten der Erkrankung hat nichts mit mangelnder oder übertriebener Pflege zu tun. Sie ist auch nicht Ausdruck einer falschen Ernährung oder einer allergischen Reaktion des Babys.

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Ursache für das Auftreten der Babyakne ist das Absenken des Hormonspiegels mit der Geburt. Im Mutterleib erhielt der Embryo über die Plazenta der Mutter einen stetigen Zulauf von Hormonen. Mit der Geburt endet diese Verbindung. Auf diese plötzliche Umstellung reagiert die Haut vieler Babys mit der Neugeborenenakne.

Babyakne braucht meist keine Therapie

In der Regel verläuft die Neugeborenenakne harmlos. Nachdem der Hormonspiegel des Neugeborenen sich harmonisiert hat, verschwinden die Pusteln und Pickel genauso schnell wieder wie sie aufgetreten sind. Die Erkrankung dauert meist nur wenige Wochen. Eine spezielle Behandlung in Form von Salben und Cremes ist daher nicht nötig, oft sogar schädlich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neugeborenenakne tritt um die dritte Lebenswoche auf.
  • Ursache für die Erkrankung sind die Veränderungen im Hormonspiegel des Kindes durch die Geburt.
  • Die Erkrankung verläuft harmlos und ist nach wenigen Wochen beendet.
  • Die ähnliche Säuglingsakne tritt später auf (dritter bis sechster Lebensmonat).

Auf keinen Fall sollte versucht werden, die Pickel auszudrücken. Bei der Babyakne ist Geduld die beste Medizin. Wenn Sie sich unsicher fühlen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Hebamme oder den Kinderarzt. Werden diese Regeln eingehalten, bleiben keine Narben zurück.

Neugeborenenakne kann mit Säuglingsakne verwechselt werden

Um die Babyakne von der Säuglingsakne zu unterscheiden, ist der Zeitraum massgebend. Babyakne tritt etwa um die dritte Lebenswoche auf. Säuglingsakne, die einen schweren Verlauf haben kann, dagegen erst ab dem dritten Lebensmonat bis etwa zum sechsten Lebensmonat auf. 

Optisch ähneln sich beide Erkrankungen; die Säuglingsakne dauert meist länger und kann zu einem Juckreiz führen. Therapiert wird die Säuglingsakne mit entzündungshemmender Medizin.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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