Schutz fürs BabyDas müssen Sie über Baby-Impfungen in der Schweiz wissen

Impfungen sind ein wichtiges Thema, wenn es um den Schutz der Kleinen und die Krankheitsprävention geht. Wann und welche Impfungen fürs Baby nötig sind.

Baby-Impfungen in der Schweiz – Das müssen Sie über den Schutz Ihres Babys wissen

Während das Baby vor der Geburt noch einen Schutz durch die Mutter geniesst, müssen Sie sich bereits kurz danach schon Gedanken um künftige Vorsorgen machen. Dazu gehören Impfungen. Vor der Geburt überträgt die Plazenta Antikörper. Wenn das Baby geboren ist, sorgt Stillen des Kindes mit Muttermilch durch die darin enthaltenen Nährstoffe für weiteren Schutz.

Aktive und passive Immunisierung

Wenn das Kind in den Wochen darauf heranzuwachsen beginnt, benötigt es sein eigenes Abwehrsystem. Dieses lässt sich durch Impfungen entwickeln. Eine Art ist die passive Immunisierung: Hier werden die Abwehrstoffe des Körpers verabreicht. Diese spielen eine Rolle, wenn der Körper sich bereits angesteckt und nicht ausreichend Zeit für die eigene Produktion von Antikörpern hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Impfung bietet wichtigen Schutz gegen Krankheiten.
  • Eine generelle Impfvorschrift gibt es in der Schweiz nicht.
  • Einige Kantone haben eigene Regelungen.
  • Impfungen richten sich nach Krankheitserreger.
  • Viele Baby-Impfungen erfordern mehrere Sitzungen.
  • Erste Impfung zumeist ab dem zweiten Lebensmonat.

Durch aktive Immunisierung kommt der kleine, heranwachsende Körper hingegen erstmalig in Kontakt mit dem Krankheitserreger und beginnt dadurch mit der Produktion eigener Abwehrstoffe, die vor einem Ausbruch der Krankheit schützen und ihn immunisieren.

Während eine lebenslange Immunisierung gegen bestimmte Krankheitserreger möglich ist, lässt sich gegen andere Infektionen nur vorübergehend impfen – danach muss der Impfschutz erneuert werden.

Wann wird ein Baby geimpft?

In der Regel erhalten Babys ab dem zweiten Lebensmonat die ersten Impfungen. Bei den am meisten verbreiteten Impfungen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgen gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und IPV, Haemophilus influenzae und Pneumokokken. Hier findet eine aktive Immunisierung statt, die in mehreren Sitzungen aufgebaut wird.

Im vierten und sechsten Lebensmonat werden sie erneuert. Im 15.-24. Lebensmonat findet eine weitere Sitzung statt. Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln werden nach zwölf Monaten vorgenommen. Im 15.- 24. Monat werden diese dann mit den Folge-Impfungen der ersten Sitzungen erneut verabreicht.

Wissenswertes über Baby-Impfungen in der Schweiz.
Das Baby durch Impfung vor Krankheiten schützen. (Bild: scyther5/iStock, Thinkstock)

Schweiz – Impfpflicht?

Eine allgemeine Impfpflicht besteht in der Schweiz zwar nicht, jedoch sind bestimmte Impfungen innerhalb einiger Kantone vorgeschrieben: Die Kantone FR, GE, NE, TI verschreiben jeweils unterschiedliche Impfungen. Bei den Krankheitserregern, vor denen das Baby geschützt werden muss, handelt es sich im Allgemeinen um Diphterie, Tetanus und Starrkrampf.

Laut Bundesamt für Gesundheit werden Impfungen von den Schweizer Ärzten in jedem Fall empfohlen, da der gebotene Schutz die Nachteile deutlich überwiegt. Zudem sieht der Verband Pharmasuisse vor, dass sich alle Kinder unter zwei Jahren gegen Masern impfen lassen. Insgesamt 26 Impfungen gegen acht Krankheiten werden innerhalb der ersten zwei Jahre empfohlen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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