Step by stepWenn Babys das Sitzen lernen

Bauklötze aufeinander stapeln und die Umgebung beobachten – das erlebt das Baby, wenn es das Sitzen lernt. Wann und wie Babys sitzen lernen.

Auf unterschiedlichste Art und Weise können Babys sitzen lernen 

Bevor ein Baby sitzen lernt, hat es schon andere motorische Entwicklungsstufen durchlaufen. Meist können Babys sich vorher schon um ihre Körperachse drehen und aus der Bauchlage in den Kniestand übergehen.

Dennoch sind die Wege zum Sitzen von Baby zu Baby recht unterschiedlich. Es werden aber verschiedene wiederkehrende Abläufe beobachtet. Diese lassen sich durch die Ausgangsposition, aus der das Sitzen gelernt wird, unterscheiden.

Es gibt verschiedene Arten wie Babys sitzen lernen.
Der umgekehrte Schneidersitz empfehlen Kinderärzte besser nicht.  (Bild: emeliemaria/iStock, Thinkstock)

Verschiedene Ausgangspositionen

Ganz klassisch ist der Übergang von der Bauchlage über den Kniestand zum seitlichen Sitz. Dabei setzt das Baby seinen Po auf der rechten oder der linken Seite neben dem Körper ab und kommt so seitlich zum Sitzen. Danach muss es nur noch seine Beine ausstrecken und den Rücken gerade halten und schon kann das Baby sitzen. Doch auch aus anderen Ausgangspositionen können Babys sitzen lernen. Zum Beispiel aus der Rückenlage heraus durch Greifen nach den eigenen Füssen oder aus der Bauchlage über einen Spagat zum Sitz.

Lesen Sie: Wie Babys das Laufen lernen

Unterschiedliches Erstsitzalter

Genauso unterschiedlich wie die Art und Weise, auf die Babys sitzen lernen, ist auch das Alter, in dem es ihnen gelingt. Manche Kinder machen bereits im Alter von sieben Monaten erste Sitzversuche, andere schaffen das erst nach ihrem ersten Geburtstag. Die wenigsten Kinder halten sich laut der Plattform Paediatrics bei der motorischen Entwicklung an einen Zeitplan.

Babys sitzen auch mit ganz unterschiedlichen Beinstellungen, so zum Beispiel im Schneidersitz, sie strecken beide Beine aus oder nur eins und beugen das andere. Das ist alles ganz normal. Bestimmte Sitzpositionen sind aber auf Dauer nicht gut für die Entwicklung des Babys oder können auf körperliche Probleme des Säuglings hinweisen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Babys können auf vielen Wegen Sitzen lernen.
  • Diese Wege sind so unterschiedlich wie die Kinder selbst.
  • Auch der Zeitpunkt des ersten Sitzens ist von Kind zu Kind verschieden.

Zieht das Baby etwa beim Sitzen die Beine nie an, kann das auf Blockaden im Becken hinweisen. Solche Blockaden, die zum Beispiel durch einen ungünstigen Geburtsverlauf verursacht werden, können durch eine Behandlung beim Osteopathen aufgehoben werden. «Aus Sicht der Osteopathie benötigt jede Struktur – seien es Knochen, Muskeln, Sehnen oder Organe – Bewegungsfreiheit zum optimalen Funktionieren. Ist diese eingeschränkt, entstehen Gewebespannungen, die zu Fehlfunktionen und Beschwerden führen», wie es auf der Homepage der Berufsberatung Schweiz heisst.

Auch der umgekehrte Schneidersitz, bei dem die gebeugten Beine nach aussen gekehrt werden, wird von Kinderärzten abgelehnt, da er für die weitere Entwicklung der Hüfte schlecht ist. Manche Kinder können aufgrund der besonderen Stellung ihrer Hüftgelenke aber nicht anders sitzen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock/Thinkstock

Presenting Partner

  • HiPP