Geschützt die Umgebung entdeckenSo machen Sie Ihr Zuhause kindersicher

Das Baby krabbelt Zuhause munter umher und möchte alles in die Finger kriegen. Damit Ihr Baby gefahrenlos die Umgebung erkunden kann, sollten Sie auf Unfallquellen achten. So gestalten Sie Ihren Haushalt kindersicher.

Haushalt kindersicher machen

Der aktive Säugling

Für die Sicherheit des Babys sorgen.
Vor Treppenunfall geschützt: Baby vorübergehend im Laufgitter. (Bild: ronstik/iStock, Thinkstock)

Dreht der Säugling den Kopf, beginnt die aktive Phase. Das Kopfgewicht führt dazu, dass der leichtere Körper dem Gewicht des Kopfes folgt. Der kleine Körper kommt in Bewegung und kann schnell von einer schmalen Unterlage rollen. Diese unbemerkte Drehbewegung ist eine der häufigsten Unfallquellen.

Stürze vom Sofa oder Bett verursachen gefährliche Hämatome und schlimme innere Verletzungen. Legen Sie Ihren Säugling darum erst auf den Boden oder ins Laufgitter, bevor Sie ihn kurz aus den Augen lassen. 

Lesen Sie auch: Wie Babys krabbeln lernen

Eine weitere Unfallquelle sind heisse Flüssigkeiten. Wenn Babys gestillt werden oder auf dem Schoss sitzen, verzichten Sie auf Heissgetränke. Prüfen Sie die Temperatur des Badewassers mit einem Badethermometer oder dem Ellbogen. Wenige Zentimeter Badewasser reichen für ein Baby, um zu ertrinken. Lassen Sie es nie allein im Badewasser. Prüfen Sie in der Mikrowelle erhitzte Flüssigkeiten nicht nur am Gefäss, das Innere ist viel heisser. Auf dem Handrücken spüren Sie die reale Temperatur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Putzmittel und andere giftige Mittel für Kleinkinder ausser Reichweite stellen.
  • Steckdosen mit Abdeckungen sichern.
  • Vor dem Baden des Babys, die Wärme des Wassers mit einem Badethermometer oder dem Ellbogen prüfen.

Gefahren für Krabbelkinder

Krabbelkinder sind flink, aber motorisch noch recht tollpatschig. Viele Steckdosen sind in Bodennähe. Ideal, um auszuprobieren, ob die kleinen Fingerchen hineinpassen oder das Stromkabel in den Mund zu nehmen. Um einen Stromschlag zu verhinden, versehen Sie Steckdosen daher mit Abdeckungen. Im Nu sind die Krabbler an einer Treppe. Das montierte Treppengitter bewahrt vor einem Sturz.

Für die Sicherheit des Babys sorgen.
Achtung giftig! Putzmittel fürs Baby unerreichbar machen. (Bild: pepper82/iStock, Thinkstock)

Die beständige Neugier verheisst laufend Interessantes: Schubladen, Schränke, Türen, Regale. Letztere sind ideal zum Hochziehen. Um einen Unfall zu vermeiden, verankern Sie Möbel an der Wand. Das Innere einer Schublade muss vor dem Zugriff des Babys geschützt werden. Versehen Sie zudem alle Ecken und Kanten mit Schutzmaterial.

Eine Tür fällt zu – kein winziges Fingerchen sollte dazwischen sein! Verwenden Sie Haken oder Stopper zur Sicherung.

Kleinkinder im Haushalt

Mit einem Jahr haben die meisten Kinder cirka 90 Zentimeter Höhe erreicht. Ideal für Tische und Türen. Dem Kleinkind eröffnen sich noch mehr Perspektiven. Sichern Sie unter anderem Tischdecken vor dem Herunterziehen, obere Möbel und Schübe, Küchenschränke und Herdplatten. Sichern Sie auch Fenster und Balkontüren, damit die Kinder sie nicht selber öffnen können. Dafür gibt es spezielle Fenstergriffe, die Sie im Baumarkt erhalten.

Weitere Informationen

Ratschläge bietet die kostenlose Kinderpost der Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Am gefährlichsten sind Gifte für Kleinkinder. Informieren Sie sich, ob Ihre Zimmerplfanzen giftig sind. Sichern und verstauen Sie auch alle Putzmittel, Reinigungsmittel und Medikamente.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

Presenting Partner

  • HiPP