Die ersten ZähneWie Sie helfen können, wenn Babys zahnen

So individuell wie jedes Kind ist auch der Zeitpunkt des ersten Zahndurchbruchs. Aber fast alle Babys kämpfen zeitweilig mit Beschwerden, wenn sie dann zahnen. An welchen Syptomen Sie das Zahnen erkennen und wie Sie Ihrem Baby Linderung verschaffen.

Was hilft beim Zahnen? Babys erster Zahn 

Die meisten Babys sind sechs Monate alt, wenn der erste Zahn durchbricht. Aber auch Abweichungen sind völlig normal! So gibt es Kinder, die schon mit einem Zähnchen im Mund zur Welt gekommen sind. Andere feiern dagegen auch ihren ersten Geburtstag noch zahnlos. Eine gewisse Abfolge lässt sich jedoch bei vielen Babys feststellen.

Wann kommen die ersten Zähne?

Zunächst brechen bei den meisten Kindern die beiden unteren Schneidezähne durch, kurze Zeit danach in der Regel die oberen Schneidezähne. Die jeweils seitlich sitzenden Zähne sind bei vielen Kindern die nächsten, die durchbrechen. Nun kommen die vorderen Backenzähne, anschliessend die beiden hinteren. Sobald der erste Zahn da ist, beginnt auch die Zahnhygiene beim Kind.

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Mit etwa zweieinhalb Jahren ist das kindliche Milchgebiss vollständig entwickelt. Damit gilt die erste Zahnung als abgeschlossen. Bis es jedoch soweit ist, haben zahlreiche Kinder Beschwerden beim Zahnen.

Welche Symptome sind typisch für das Zahnen?

Manche Kinder bekommen ihre Zähne ohne jede Zeichen von Schmerzen. Für andere Kinder kann jeder Zahn ein Problem sein. Oftmals kündigt ein Zahn sich mit warmen, roten Backen an. Auch vermehrter Speichelfluss ist ein typisches Zeichen. Viele Kinder sind unruhig, weinerlich, stecken sich alles in den Mund, vor allem Faust und Finger.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit etwa sechs Monaten beginnen Babys zu zahnen. Dies kann für sie schmerzhaft sein.
  • Mit Beissringen, Ablenkung und gegebenenfalls einem Schmerzzäpfchen können Eltern Linderung verschaffen.

Bei manchen Babys kann man im Mundinneren eine rote, unebene Zahnleiste sehen. Gegen diese Stellen drücken die Kinder sich dann gerne harte Gegenstände, um die Schmerzen zu lindern. Gerade in dieser Zeit gilt es also sehr darauf zu achten, dass keine kleinen Teile in den Mund gesteckt werden. Ansonsten besteht Verschluckungsgefahr. 

Manche Kinder haben in der Zeit des Zahnens erhöhte Temperatur. Viele Eltern berichten auch von Durchfall oder einem roten Po, wenn ein Baby zahnt. Hinter länger anhaltendem Fieber kann aber eine Infektion stecken. Deswegen sollte bei unklaren Beschwerden, hohem Fieber und vor allem bei Durchfall immer auch ein Kinderarzt um Rat gefragt werden.

Tipps, wenn Babys erster Zahn wächst.
 Ein Beissring lindert die Zahnschmerzen des Babys. (Bild: Taborsk, iStock, Thinkstock)

Was können Sie gegen Beschwerden beim Zahnen tun?

Viel Zuwendung und auch Ablenkung sind grundsätzlich die beste Medizin. Ein Baby mit Problemen beim Zahnen können Sie mit Nähe verwöhnen - viel Zuspruch, häufiges Tragen, bei sehr kleinen Babys auch das Nuckeln an der Brust können helfen, den Druck im Mund besser auszuhalten.

Alles an kühlenden Gegenständen im Mund schafft vielen Babys Erleichterung. Legen Sie beispielsweise einen Löffel in den Kühlschrank, aber nicht in das Gefrierfach - ansonsten ist er zu kalt - und legen Sie ihn anschliessend auf die Backen und Zähne des Babys. Manche Beissringe haben auch eine Kühlfunktion. Erst wenn die natürliche Behandlung nicht einschlägt, dann können Sie gerade zur Nacht hin, wenn die Schmerzen das Baby sehr plagen, auch einmal ein Schmerzzäpfchen mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Ibuprofen geben. 

Babys beissen grundsätzlich gerne auf Gegenstände, um die Form mit Lippen und Zunge zu ertasten. Gleichzeitig sagen Zahnärzte, dass das massagewirkende Kauen die Schmerzen lindert und das Wachsen der Zähne fördert. Lassen Sie darum Ihr Kind auf harten Dingen wie einer Möhre oder einer Brotrinde rumkauen.

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Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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