Schwanger mit 40Warum Vorsorgeuntersuchungen jetzt wichtig sind

Schwanger mit 40? Das ist ein grosses Glück. Dennoch spricht man ab 35 Jahren von einer Risikoschwangerschaft. Warum das so ist und wie spezielle Voruntersuchungen helfen, die Risiken einer späten Schwangerschaft zu minimieren.

Schwanger mit 40 - Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig 

In der Schweiz liege das Durchschnittsalter der Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, bei 35 plus, sagt Professor Breymann, Leiter des Instituts Perinatal in Zürich in einem Interview mit Primo Medico. Der Trend geht dahin, sich den Kinderwunsch immer später zu erfüllen, weshalb schawangere Frauen mit 40 oder 45 keine Seltenheit mehr sind. Allerdings sollten sich Frauen bewusst sein, dass späte Schwangerschaften immer Risikoschawangerschaften sind.

Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren mit 40 Jahren.
Nicht unmöglich: 40-Jährige Frau erwartet Ihr gesundes Baby. (Bild: JPWallet/iStock, Thinkstock)

Ab wann eine Risikoschwangerschaft besteht

Allein das Alter ist kein Grund, einer Frau eine Schwangerschaft auszureden. Die Zürcher Psychotherapeutin Irène Kummer findet eine späte Mutterschaft nicht per se falsch, wie sie gegenüber dem Ratgebermagazin Beobachter sagt. Viele Frauen sind heute mit über 40 noch sehr fit, sodass auch bei einer Schwangerschaft in diesem Alter ein gesundes Baby heranwachsen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gezielte Vorsorgeuntersuchungen helfen bei späten Schwangerschaften Risiken durch Komplikationen wie Bluthochdruck, Plazentainsuffizienz, Schwangerschaftsdiabetes und kindliche Chromosomenstörungen richtig einzuschätzen.

Im Allgemeinen spricht man jedoch ab einem Alter von 35 Jahren von einer Risikoschwangerschaft. Die Frage, ab wann eine Risikoschwangerschaft besteht, wird deshalb pauschal mit der Altersangabe 35 beantwortet, weil ab diesem Alter die Schwangerschaft mit einer erhöhten Komplikationsrate verbunden ist. Deshalb sollten Frauen, die spät schwanger sind, besonders gut betreut werden. 

Späte Schwangerschaft - mögliche Komplikationen

Bei älteren Schwangeren kommen Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck etwas häufiger vor. Zudem kann kurz vor der Geburt eine Plazentainsuffizienz auftreten. Aus diesen Gründen ist oft eine Kaiserschnittentbindung erforderlich. Zudem sollten sich ältere Schwangere darüber im Klaren sein, dass ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko besteht. Eine fachmedizinische Betreuung während der gesamten Schwangerschaft kann jedoch die Gefahren für Mutter und Kind mindern. Diese kann auch bei einer Hebamme erfolgen, in Zusammenarbeit mit einem Arzt.

Ein viel diskutiertes Risiko ist eine kindliche Chromosomenstörung. Es ist für werdende Mütter über 30 Jahre leicht erhöht und ab 40 Jahren stärker erhöht. Schon bei der leichtesten und häufigsten Chromosomenstörung, dem Down-Syndrom (Trisomie 21) ist nur die Hälfte aller Feten lebensfähig. Die andere Hälfte stirbt schon während der Schwangerschaft. Mithilfe von Ultraschall und anderen Vorsorgeuntersuchungen kann dieses Risiko frühzeitig eingeschätzt werden. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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