Das Herz schlägt schneller Warum niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft keine Bagatelle ist

Von einem niedrigen Blutdruck merken Sie häufig fast nichts. Das Herz schlägt etwas schneller, manchmal haben Sie Schwindelgefühle. Und für die meisten Menschen ist er auch nicht besorgniserregend, in der Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht angesagt. Warum das so ist und was Sie gegen einen niedrigen Blutdruck tun können.

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft 

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) in der Schwangerschaft kann einerseits gefährlich werden, weil die Schwangere kollabieren kann. Andererseits kann es zu einer zu geringen Durchblutung der Gebärmutter kommen. Das Kind bekommt in diesem Fall nicht genug Sauerstoff und Nährstoffe, die Entwicklung wird gestört. 

In der Schwangerschaft kann sich zudem ein schon niedriger Blutdruck weiter intensivieren, da das Schwangerschaftshormon Progesteron die Blutgefässe weitet und das Blut im unteren Bereich, also den Beinen, «versacken» kann.

Tipps bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft.
Bei niedrigem Blutdruck viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit Sie nicht umkippen. (Bild: Milkos/iStock, Thinkstock)

Schwanger und niedriger Blutdruck: Diese Hausmittel können helfen

Von einer Behandlung des niedrigen Blutdrucks mit Medikamenten wird in der Schwangerschaft abgeraten. Besser sind natürliche Hilfsmittel. Ein Hausmittel für Hypotonie in der Schwangerschaft ist Rosmarin-Tee. Rosmarin ist gut für den Kreislauf, die Verdauung und den Blutdruck. Die Pflanze hilft generell bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen. 

Am besten reibt man sich morgens nach dem Duschen mit Rosmarinöl die Fusssohlen ein und trinkt eine Tasse Tee mit Rosmarin. Damit ist man für den Tag gestärkt. Andere pflanzliche Mittel mit guten Ergebnissen sind Kampfer und Weissdorn. Unbedingt sollte jede Einnahme aber vorher mit dem Arzt abgeklärt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwanger Sein und niedriger Blutdruck in Kombination können für das Kind im Bauch gefährlich werden und gehören unbedingt unter ärztliche Kontrolle.
  • Anzeichen sind unter anderem Schwindel, Flimmern vor den Augen, kalte Füsse und häufiger Durst.

Bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft viel trinken

Weiter hilft viel trinken, denn Flüssigkeitsmangel kann Kreislaufbeschwerden erzeugen. Salzig essen schon am morgen, zum Beispiel Salzbrezel, ist ein weiterer Tipp. Das Salz erzeugt über den Tag Durst, worauf der Körper mehr Flüssigkeit trinken möchte und so die Muskelpumpe in den Beinen unterstützt. Dadurch vergrössert sich das gesamte Blutvolumen im Körper, was zu einer besseren Durchblutung des gesamten Organismus führt.

Kaltes und warmes Wechselduschen der Füsse kann ebenfalls den Kreislauf anregen. Auch ein nasser kalter Waschlappen im Nackenbereich sowie kaltes Wasser ins Gesicht sind manchmal kurzfristig erfrischend.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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