Lieber nicht!​​​​​​​Diese Getränke sollten Sie in der Schwangerschaft meiden

Alkohol und zu viel Koffein sind in der Schwangerschaft bedenklich. Doch auch andere Getränke sollten Sie in der Schwangerschaft nur in Massen oder gar nicht trinken.

​​​​​​​Diese Getränke sollten Sie in der Schwangerschaft meiden

Viel trinken ist in der Schwangerschaft wichtig. Doch nicht alle Getränke sind in der Schwangerschaft geeignet. Klar ist, Alkohol schädigt in der Schwangerschaft. Verzichten Sie aber auch auf Rohmilch (unpasteurisierte Milch) wegen potenziell schädlicher Listeriose-Erreger. Und meiden Sie folgende Getränke in der Schwangerschaft:

Zu viel Koffein schadet

Kaffee kann den Kindeswachstum hindern. (Bild: moodboard/iStock, Thinkstock)

 

Getränke wie Kakao, Kaffee und Tee enthalten ebenso wie Red Bull oder Cola Koffein. Es wirkt gefässverengend und anregend. Eine geringere Sauerstoffversorgung in der Plazenta vermindert das Geburtsgewicht, weil Koffein das Kindeswachstum beeinträchtigt.

Koffein erreicht den Fetus in der Ernährung der Schwangerschaft rasant. Es verstärkt die Aktivität und beschleunigt den Herzschlag. In der Schwangerschaft brauchen Feten 20-mal länger zum Koffeinabbau, da ein bedeutendes Leberenzym in der Schwangerschaft fehlt. Die Eisenaufnahme ist gehemmt und die Kalziumausscheidung erhöht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Alkohol und Rohmilch sollten Schwangere verzichten.
  • Auch zu viele koffeinhaltige Getränke können dem Baby in der Schwangerschaft schaden.

Zwei Tassen Kaffee pro Tag unproblematisch

Gemäss der EFSA (European Food Safety Authority) sind täglich höchstens 200 Milligramm Koffein bei der Ernährung in Schwangerschaft unproblematisch, was ungefähr zwei Tassen pro Tag entspricht. Eine amerikanische Studie widerlegte schwedische Untersuchungsergebnisse: Die Fehlgeburtenrate verdoppelt sich nicht bei täglich mehr als vier Kaffeetassen, die Totgeburtenanzahl steigt ab täglich acht Tassen.

Entkoffeinierte Getränke und Getränke wie Eichelkaffee oder Gerstenmalzkaffee (Cafino Cereal, Incarom Cereal) sind ratsamer. Milchkaffee ist in der Schwangerschaft ebenfalls besser: Der Koffeingehalt ist geringer bei gleichzeitig höherer Milchmenge.

Schwarz- und Grüntee enthalten Teein/Tannin

Wegen der Eisenverwertung sollten Schwangere Grüntee meiden. (Bild: kazoka30/iStock, Thinkstock)

 

Schwarz- und Grüntee wirken ebenso wie Kaffee gefässverengend und anregend. Tannin hemmt ausserdem die Eisenverwertung. Der Koffeingehalt ist im Vergleich zu Kaffee halbiert, doch steigt er mit der Dauer des Ziehens. Gerbstoffe begünstigen zudem Verstopfung, was zur Ernährung bei Schwangerschaft wichtig ist. 

 

Früchte- und Kräutertees sowie südafrikanischer Rotbuschtee (Roibos-Tee) sind in der Schwangerschaft ideal. Vermeiden Sie in der späten Schwangerschaft Himbeerblättertee. Diese lösen gegebenenfalls Wehen aus.

Chinin kann Wehen auslösen

Chinin kommt in Bitter-Lemon-Getränken und Tonic-Getränken als Aromastoff vor. Bei Wadenkrämpfen und der Malariatherapie hilft es teilweise. Ab zwei Gläser in der Ernährung während Schwangerschaft kann Chinin Wehen auslösen und beim Neugeborenen zu Entzugserscheinungen führen. Pharmawiki.ch informiert über den schweizerischen Einsatz von Chinin.

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Zuckerhaltige Getränke in der Schwangerschaft meiden

Verzichten Sie auf Getränke mit Zucker und bevorzugen Sie hohe Nährwerte bei der Ernährung in der Schwangerschaft. Künstliche Süssungsmittel (Thaumatin, Saccharin, Neohesperidin DC, Cyclamat, Acesulfam, Aspartam) sind unproblematisch. Leicht abführend wirken Zuckeraustauschstoffe in Diätgetränken (Xylit, Sorbit, Mannit, Laktit, Isomalt). Beides schadet dem Fetus nicht. 

Für Schwangere existieren spezielle Teesorten in Drogerien, Apotheken und Reformhäusern. Verzichten Sie am Ende der Schwangerschaft auf Wehen auslösende Kräuter und Gewürze.

Weitere Informationen

Mehr zur Ernährung und Getränken in der Schwangerschaft erfahren Sie im Dokument des Bundesamtes für Gesundheit BAG.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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