Bin ich schwanger?So erkennen Sie die ersten Schwangerschaftsanzeichen

Heisshunger, Schmierblutungen, Harndrang: Schwangerschaftsanzeichen verrät der Körper viele. Diese 13 Zeichen sollten Sie deuten können, um zu wissen, wie es um Sie steht.

Erste Schwangerschaftsanzeichen
Und schon wieder auf dem WC: Häufiger Harndrang ist ein verbreitetes Schwangerschaftsanzeichen. © iStock / Getty Images Plus

Frauen mit Kinderwunsch beobachten ihren Körper nach dem Eisprung und während der zweiten Zyklushälfte häufig sehr genau. Aber auch unverhofft kommt oft. Frauen, die von einem ungeplanten Baby überrascht werden, schreiben die vielen körperlichen und seelischen Veränderungen erst anderen Ursachen zu. Doch diese 13 Anzeichen neben dem Ausbleiben der nächsten Menstruation sprechen für eine Schwangerschaft, vor allem wenn sie zusammenfallen.

1. Hohe Basaltemperatur

Frauen, die täglich ihre Aufwachtemperatur messen, kennen deren typischen Kurvenverlauf. Beim Eisprung steigt sie kurz an, um dann vor dem Einsetzen der nächsten Periode wieder abzusinken. Bleibt die Basaltemperatur hingegen hoch, ist eine Schwangerschaft wahrscheinlich, vorausgesetzt es gibt keine Messfehler.

2. Schmierblutungen

Wenn sich die befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, haben einige Frauen leichte Schmierblutungen. Diese Nidationsblutungen sind nicht gefährlich und finden meist eine Woche nach dem Eisprung statt, also schon zu Beginn und im Verlauf der vierten Schwangerschaftswoche. Oft werden sie als Beginn der nächsten Menstruation fehlgedeutet.

3. Ziehen im Unterleib

Während sich die Blastozyste in der 4. SSW einnistet, berichten manche Frauen nicht nur von einem braunen Ausfluss und leichten Blutungen, sondern auch von einem Ziehen im Unterleib. Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom, PMS, leiden, deuten dieses Ziehen häufig als «normale» Krämpfe vor der nächsten Regelblutung. Tatsächlich gibt es ungeheure Veränderungen im Becken. Die Bänder und Muskeln dehnen sich und die Gebärmutter wächst, was Schmerzen mit sich bringen kann. Sollten die Bauchschmerzen sehr stark sein, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

4. Übelkeit

Die morgendliche Übelkeit macht sich meist mit der 6. SSW bemerkbar und hält oft bis zum Ende vom ersten Trimester an. Ursache für das Unwohlsein ist die Hormonexplosion in den ersten Wochen der Schwangerschaft, vor allem die stark ansteigenden Werte des Hormons HCG.

5. Erbrechen

Frauen, die unter einer starken Übelkeit leiden, müssen sich häufig und völlig unerwartet erbrechen. Nicht selten vermuten sie anfangs, etwas Falsches gegessen zu haben.

6. Spannende Brüste

Wenn die Brüste plötzlich sehr unangenehm spannen und wachsen ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich. Insbesondere wenn die Brustwarzen und die Warzenvorhöfe dunkler werden und die Adern an den Busen stärker hervortreten. Die Brüste sind in dieser Zeit, in der sie sich die Milchdrüsen schon auf die Ernährung des Babys nach der Geburt vorbereiten, auch sehr berührungsempfindlich.

7. Heisshunger

Berühmt berüchtigt sind die Heisshungerattacken bei vielen Frauen in der Frühschwangerschaft. Nusscreme mit Tomate, Essiggurke mit Marmelade – alles ist möglich. Andere Frauen brauchen nicht die exotischen Mischungen von süss und sauer, aber können nicht genug von Schokolade bekommen oder Lebensmitteln, die sie vorher nie gegessen haben.

8. Verstopfung

Während der Körper voll und ganz mit der Umstellung auf die Schwangerschaft beschäftigt ist, ist auch die Verdauung betroffen. Verstopfungen können schon zum Ausbleiben der Periode auftreten. Genauso kann Appetitlosigkeit vorkommen, besonders wegen der Übelkeit. Dass Schwangere in den ersten Wochen nicht an Gewicht zunehmen, sondern abnehmen, ist deshalb gar nicht so selten. Mit der richtigen Ernährung in der Schwangerschaft lassen sich viele Probleme lindern und Mangelerscheinungen verhindern.

9. Sensibler Geruchssinn

Schwangere Frauen riechen besser. Ihre Nasen sind oft hoch empfindlich. Kaffeeduft und Parfüm sind plötzlich unerträglich. Von Zigarettenrauch gar nicht zu reden. Ein guter Selbstschutz.

10. Häufiger Harndrang

Eine Toilette sollte immer in Laufnähe sein. Das ist nicht nur wegen der Übelkeit die Rettung, sondern auch wegen dem häufigen Harndrang, den alle Schwangere haben. Grund dafür sind ebenfalls die Hormone und die wachsende Gebärmutter.

11. Müdigkeit und Erschöpfung

Wenn Frauen mit viel Energie plötzlich Mühe haben die Treppe zur Haustür zu steigen, könnten sie schwanger sein. Denn eine lähmende Müdigkeit ist weitverbreitet in den ersten Wochen. Ausgelöst wird sie durch den hohen Progesteronspiegel. Er soll die Gebärmutter beruhigen und verhindern, dass der Embryo angestossen wird. Aber er hat auch Einfluss auf den Rest des Körpers. Mit dem zweiten Trimester kommt die Energie aber meist wieder zurück.

12. Stimmungsschwankungen

Von einem Hoch in ein Gefühlstief in wenigen Minuten – diese Stimmungsschwankungen sind bei Schwangeren gar nicht so selten. Die Hormonveränderung ist schliesslich nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele eine Herausforderung. Dazu kommen die vielen Fragen, Unsicherheiten und Sorgen nach dem positiven Schwangerschaftstest. Wie wird die Arbeit organisiert und wie das Leben mit dem Baby?

13. Schlaflosigkeit

Mit Übelkeit, Unterleibskrämpfen und spannenden Brüsten gesegnet, wer soll da noch ruhig schlafen können? Die Schlaflosigkeit ist zu Beginn der Schwangerschaft häufig und kehrt kurz vor der Geburt zurück, wenn der grosse Babybauch jede Drehung im Bett fast unmöglich macht. Schlafstörungen sind deshalb im dritten Trimester sehr häufig.

Im Forum diskutieren