Baby rutscht Richtung BeckenSenkwehen erkennen – so unterscheiden sie sich von Geburtswehen

Bereits vor der Geburt treten sogenannte Senkwehen auf. Wie sie sich anfühlen und wie sie sich von Vorwehen und Geburtswehen unterscheiden.

Senkwehen erkennen – so unterscheiden sie sich von Geburtswehen

Im Verlauf einer Schwangerschaft gewinnt die Geburtsvorbereitung an Bedeutung. Der Körper der Schwangeren bereitet sich mittels Senkwehen auf die baldige Geburt vor. Diese sind nicht Geburtswehen gleichzusetzen und treten bereits Wochen vor der Geburt auf.

Bei Senkwehen verändert das Baby im Mutterleib seine Lage. Es sinkt «3-6 Wochen vor dem errechneten Termin» tiefer in das Becken der Schwangeren, damit das Baby eine günstige Lage für die Geburt einnimmt, schreibt die Hebamme Imke Albrecht auf ihrer Website. Diesen Positionswechsel verursachen Kontraktionen in der Gebärmutter, welche von der Schwangeren als Senkwehen erkannt werden können.

Unterschiede zwischen Senkwehen und Geburtswehen.
Ein warmes Bad hilft bei Senkwehen. (Bild: Gosphotodesign/iStock, Thinkstock)

Ab wann Senkwehen?

Senkwehen treten normalerweise ab der 36. Schwangerschaftswoche auf, erklärt Gynäkologe Dr. Med. Pierre Villars auf seiner Website. Beim zweiten Kind ist der Zeitpunkt oftmals später. Dann senkt sich die Gebärmutter und der Kopf des Babys tritt in das Becken ein. Dieser Vorgang öffnet noch nicht den Muttermund. Auch von der Intensität her unterscheiden sie sich klar von Geburtswehen.

Dieser Unterschied zeigt sich ebenso in den zeitlichen Abständen der einzelnen Senkwehen: Sie sind weder rhythmisch wie Geburtswehen noch treten sie alle fünf Minuten auf. Vielmehr können zwischen zwei Senkwehen Stunden oder sogar Tage liegen. Im Gegensatz zu Geburtswehen lassen Senkwehen bei Wärme nach, beispielsweise bei einem warmen Bad.

Sehnkwehen sind nicht schmerzhafter als Periodenschmerzen, sagt Hebamme Imke Albrecht.

Senkwehen - wie fühlen sie sich an?

Schwangere fragen häufig, wie sich Senkwehen anfühlen. Grundsätzlich gehen Senkwehen mit leichten oder mittelstarken Rückenschmerzen einher. Ein Ziehen in den Leisten und ein möglicher Druck auf die Scheide gelten als typisch. Zudem sind Senkwehen meist «nicht schmerzhafter als Periodenschmerzen», so die Hebamme Imke Albrecht. Ihre Intensität kommt nicht an die Stärke und den Rhythmus von Geburtswehen heran. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Senkwehen zählen zur Geburtsvorbereitung. Durch sie sinkt das Baby ab der 36. SSW tiefer ins Becken.
  • Senkwehen unterscheiden sich von Geburtswehen. Sie sind weniger schmerzhaft und treten unregelmässiger auf.

Senkwehen unterscheiden sich von Vor- oder Übungswehen, welche ab der 20. Schwangerschaftswoche auftreten können, nur wenig. Die Anzeichen sind ähnlich. Allerdings bewirken Senkwehen, dass sich der Bauch etwas herabsenkt, Vorwehen äussern sich lediglich durch einen harten Bauch. 

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Senkwehen verschaffen Platz

Ausserdem kann die Schwangere aufgrund der Senkwehen mehr essen und besser atmen. Denn die vertiefte Position des ungeborenen Kindes entlastet die Lunge und den Magen der Schwangeren. Gleichzeitig drückt das Baby mit seinem Gewicht aber verstärkt auf die Harnblase, sodass ein erhöhter Harndrang auftritt.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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