Ist es soweit?Das sind die Anzeichen der bevorstehenden Geburt

Wenn Sie regelmässige Kontraktionen in immer kürzer werdenden Abständen verspüren, ist der Fall meist klar. Aber nicht immer sind die Anzeichen für den Geburtsbeginn so eindeutig. Bei welchen Symptomen es wirklich Zeit ist, im Spital anzuläuten.

Anzeichen der bevorstehenden Geburt

Der Beginn der Wehen markiert den Zeitpunkt, wo sich der Körper verstärkt auf den grossen Tag vorbereitet. Er fällt bei jeder Schwangerschaft unterschiedlich aus. Schon ab der Schwangerschaftsmitte, etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche, können Frauen Wehen verspüren. Sie sollten darüber in regelmässigem Kontakt mit ihrem Arzt stehen, um Risiken (darunter Frühgeburten) entgegenzuwirken. 

Mehrlinge kommen fast immer zu früh auf die Welt, sagt Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Bucher

Dies insbesondere bei Mehrlingsschwangerschaften. Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Bucher von der Klinik für Neonatologie des Universitätsspitals in Zürich bemerkt dazu im Swiss Medical Forum, dass «Mehrlinge fast immer zu früh auf die Welt kommen und dadurch vermehrt Komplikationen erleiden, die sich lebenslang nachteilig auswirken können. Während eine Einlingsschwangerschaft im Durchschnitt 40 Wochen dauert, dauert sie 36–37 Wochen bei Zwillingen».

Anzeichen der Geburt bemerken.
 Vorwehen sind häufig Anzeichen für die bevorstehende Geburt. (Bild: evgenyatamanenko/iStock, Thinkstock)

Der Körper macht sich bereit - Anzeichen der Geburt

Übungswehen, wie auch Vorwehen, die häufig die letzten Wochen vor der bevorstehenden Geburt kennzeichnen, gehen in sogenannte Senkwehen über. Das geschieht ungefähr ab der 35. Schwangerschaftswoche. Senkwehen verkünden noch nicht, dass der Moment der Geburt gekommen ist, sondern dienen dazu, das Kind tiefer ins mütterliche Becken zu senken. Das Kind erreicht mittels dieser Senkwehen nach und nach die richtige Position für die tatsächliche Geburt. Anzeichen für die Geburt sind, wenn die Wehen von deutlichen Signalen, wie Abgang eines leicht blutigen Schleimpfropfs begleitet werden. Hebammen sagen dazu, das Baby würde «zeichnen».

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Mutter seinen Körper zu kennen und mit der Geburt bevorstehende, einhergehende Wehen und deren Symptome zu kennen, erleichtert den Umgang mit dem letzten Abschnitt der Schwangerschaft vor der Geburt.
  • Ab Mitte der Schwangerschaft treten Vorwehen, Übungs- und Senkwehen auf, die sich von echten Wehen durch bestimmte Merkmale unterscheidet. 

Wenn die Senkwehen gar keine mehr sind

Wenn Mütter identifizieren, dass ihre Senkwehen eigentlich schon echte Wehen sind, so steht der freudige Moment schon kurz bevor. Echte Wehen treten häufig und regelmässig auf, unter Umständen platzt sogar die Fruchtblase. Dies sind höchstwahrscheinlich konkrete Anzeichen der Geburt.

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Ratsam ist es, in diesem Moment Kontakt mit dem Arzt oder der Hebamme aufzunehmen. Durch die Beschreibung können diese aus Erfahrung schon relativ genau feststellen, ob es sich um Anzeichen der Geburt handelt oder ob es erst zu einem späteren Zeitpunkt soweit ist.

Kann man die Uhr nach dem Rhythmus der auftretenden Wehen stellen (beginnt mit zwanzig Minuten Abstand, wird dann immer kürzer) und reduziert sich dieser auf unter zehn Minuten Abstand dazwischen, dann ist es gut den Weg in die Klinik vorzubereiten.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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