Volltreffer!Mit der Einnistung beginnt die eigentliche Schwangerschaft

Es ist ein aufregender Moment, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist. Eine Schwangerschaft kann deshalb mit einem Test festgestellt werden, weil sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. So funktioniert der spannende Vorgang.

Mit der Einnistung beginnt die eigentliche Schwangerschaft

In der 4. Schwangerschaftswoche nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein, wo ein neues Lebewesen entsteht. Sie haben bisher aber nichts oder nur wenig von der Schwangerschaft bemerkt. Alles, was bisher stattgefunden hat, ist die Einnistung. In der Fachsprache wird diese auch Nidation genannt.

Der Weg der Eizelle

Eine Eizelle macht sich einmal im Monat auf den Weg zur Gebärmutter. Die Eizelle wandert von einen der beiden Eierstöcke zum Eileiter. Trifft sie auf ihrem Weg auf Spermien, wird es spannend. Jetzt kann, bevor die Eizelle ihr Ziel erreicht hat, eine Befruchtung stattfinden.

Bis zur Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut dauert es zwischen 3-10 Tagen, Dr. med. Peter Dörffler, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Ist die Eizelle befruchtet, wird sie Keimling genannt. Diese neue Zelle wird nun aktiv auf seinem Weg unterstützt. Durch kleine Flimmerfäden im Eileiter wird der Keimling zur Gebärmutter transportiert. Die wellenförmigen Bewegungen dieser Fäden treiben ihn durch den Eileiter zum Ziel. Ist die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter angekommen, kann sie sich einnisten.

Aus einer Zelle werden zwei, vier und immer mehr

«Während der ersten paar Tage, die auf die Befruchtung folgen, durchgeht die Keimzelle eine Reihe von Teilungen(...)». wie die Studentenseite für Embryologiekurs erklärt.

Es entstehen neue Zellen, die sich dann wieder teilen. Dieser Vorgang der Zellteilung wiederholt sich, sodass am vierten Tag nach der Befruchtung ein Keimling aus 32 bis 64 Zellen besteht. In der Fachsprache bekommt der Keimling jetzt den Namen Blastozyste.

Alle Zellen haben einen Kern. Die Kerne enthalten identische Erbanlagen. Es sind die Stammzellen. Zum Zeitpunkt, an dem die Blastozyste die Gebärmutter erreicht, fangen die Zellen an, sich zu spezialisieren.

Laut Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, dauert es zwischen drei bis zehn Tagen, bis zur Einnistung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut.

Die eigentliche Einnistung

Da das Ziel erreicht ist, kann die Blastozyste jetzt in die Gebärmutterschleimhaut eindringen. Nun beginnt der Vorgang der Einnistung, der zur vollständigen Einbettung der Blastozyste in die Schleimhaut führt.

Etwa eine Woche bevor Sie Ihre nächste Periode erwarten, hat sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet. Tatsächlich beginnt nun die Schwangerschaft. Sie lässt sich durch erste hormonelle Hinweise im Blut nachweisen oder mit einem Urintest feststellen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iLexx/iStock, GettyImages Plus

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