Wenn der Darm streiktWas hilft, wenn Ihr Baby unter einer Verstopfung leidet

Wenn beim Baby eine Verstopfung auftritt, kann das für die ganze Familie belastend sein. Doch die gute Nachricht ist, eine leichte Verstopfung ist mit einfachen Hausmitteln oft sehr gut in den Griff zu bekommen.

Verstopfung bei Babys- Was hilft, wenn der Darm streikt 

Wenn das Baby leidet, leiden die Eltern mit, vor allem, wenn sie nicht wissen, was ihrem Kind fehlt und wie sie ihm helfen können. Wir wollen Ihnen ein paar einfache Möglichkeiten zeigen, wie Sie Ihrem Säugling bei Problemen mit der Verdauung helfen können. Doch wann spricht man eigentlich von einer Verstopfung und in welchen Fällen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen?

Eine Bauchmassage hilft die Verdauung des Babys anzuregen. (Bild: Artranq/iStock,Thinkstock)

Gründe für Verdauungsprobleme

Generell gilt, dass es bei Stillkindern tendenziell seltener zu Problemen mit der Verdauung kommt, als bei Schoppenkindern oder Babys, die schon Beikost bekommen. Bei Stillkindern kann es durchaus vorkommen, dass oft mehrere Tage kein Stuhlgang erfolgt ohne dass eine Verstopfung vorliegt. Laut einer Veröffentlichung der Stillförderung Schweiz, treten die ersten Probleme mit der Verdauung häufig am Übergang zwischen Stillen und dem Einführen der ersten festen Nahrung auf.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Stillbabys leiden seltener unter Darmproblemen als Babys, die zugefüttert werden.
  • Ursachen können zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, die Einführung von Beikost oder auch ein falsches Wasser-Milch Verhältnis bei der Flaschennahrung sein
  • Zum Arzt müssen sie mit ihrem Baby, wenn es hoch fiebert oder die Verstopfung länger als ein paar Tage anhält

Tut ihr Kind sich beim Stuhlgang schwer, hat Bauchschmerzen oder ist der Stuhl sehr fest oder besteht aus kleinen Kügelchen, kann es sein, dass Ihr Kind unter Verstopfung leidet. Gründe dafür sind zum Beispiel zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, weil es draussen sehr warm ist oder Ihr Kind Fieber hat. Auch ein falsches Wasser-Milch Verhältnis bei der Flaschennahrung oder die Einführung von neuen Lebensmitteln am Speiseplan Ihres Babys, können Gründe für vorübergehende Verdauungsprobleme sein.

Sollten die Probleme länger anhalten, Ihr Kind heftige Schmerzen, einen harten Bauch oder Krämpfe haben, sollten Sie die Ursachen dringend von einem Arzt abklären lassen, da es sich dabei um eine Lebensmittelunverträglichkeit oder eine angeborene Darmerkrankung handeln kann.

Wie Sie Ihrem Baby helfen können

Es gibt ein paar einfache Mittel, Ihrem Baby bei Verdauungsproblemen zu helfen und die Beschwerden zu mildern:

  • Am wichtigsten ist es, darauf zu achten, dass Ihr Baby ausreichend trinkt. Diese Massnahme kann oft schon den Stuhlgang regulieren und Ihrem Baby Erleichterung verschaffen.
  • Wenn Sie bereits Beikost füttern, achten Sie darauf, stopfende Lebensmittel wie Reis, Bananen oder Karotten zu vermeiden.
  • Ausserdem sorgen ausreichend Bewegung, Strampelfreiheit oder Bauchmassagen für regelmässige Darmaktivitäten. Die Gesundheitsförderung Schweiz empfiehlt mehrmals täglich Bewegung in altersgerechter Umgebung.
  • Ausserdem sollten Sie Stress für Ihr Baby vermeiden und dafür sorgen, dass es genügend Ruhephasen hat.
  • Hören Sie auf den Bauch Ihres Babys. In vielen Situationen erzielen Sie durch gezielte Massnahmen eine rasche Linderung. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Verstopfung zu lange anhält, das Baby an Gewicht verliert oder Krämpfe hat, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Effektive Hausmittel gegen die Verstopfung beim Baby

Bei Verstopfung helfen auch altbewährte Hausmittel wie Kümmelöl. Je nach Alter des Kindes wird eine bestimmte Menge der Kümmelsalbe auf den Bauch aufgetrage und sanft im Uhrzeigersinn einmassiert. Auch ein warmes Kirschkernkissen auf dem Bäuchlein sorgt für Linderung.

Auch viel Flüssigkeit hilft gegen die Verstopfung. Wasser und Tees wie mit Anis, Fenchel und Kümmel regen die Verdauung an und machen den Stuhl wieder weicher. So kann das Baby den Darm mit weniger oder wieder ohne Schmerzen entleeren.

Bewegung bringt den Bauch zur Ruhe. Ziehen Sie einfach die einschränkende Windel aus. Ein Baby strampelt dann besonders gerne.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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