Hochansteckend, hochgefährlichKeuchhusten beim Baby 

Zu den gefährlichen Krankheiten für Babys gehört der Keuchhusten, auch Pertussis genannt. Keuchhusten tritt immer wieder epidemieartig auf und kann schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Eine Impfung könnte schützen.

Keuchhusten bei Babys 

Keuchhusten Symptome beim Baby sind im Unterschied zur normalen Erkältung ein extrem starker, anfallsartiger Husten. Dieser kann in einer Stunde bis zu 50 Mal auftreten. Die Kinder wirken dabei extrem angestrengt, keuchen im wahrsten Sinne des Wortes, oft hängt die Zunge dabei aus dem Mund. Begleitet wird der Keuchhusten oft von Erbrechen.

Gefährlich ist Keuchhusten für das Baby wegen der damit verbundenen Erstickungsanfälle. Zwischen den Hustenattacken kann es zu langen Atempausen kommen. Diese können zum Tode eines Babys führen oder auch zu schweren zerebralen Schädigungen. Dies bedeutet, dass das Gehirn des Kindes durch den Mangel an Sauerstoff zu geschädigt worden ist, dass es mit Behinderungen geistiger und körperlicher Natur wird leben müssen.

Behandlung von Keuchhusten.
Es empfiehlt sich, Babys vor Keuchhusten impfen zu lassen. (Bild: naumoid/iStock, Thinkstock)

Bei Keuchhusten unbedingt ärztlichen Rat einholen!

Keuchhusten beim Baby ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die nicht ohne ärztliche Hilfe auskommt. In der Regel werden Babys mit Keuchhusten im Spital betreut und überwacht. Keuchhusten ist zudem hochansteckend. Anhusten, auch über einige Meter Entfernung, oder Übertragung der Viren durch ungewaschene Hände sind die üblichen Ansteckungswege. Gerade in Epidemie-Zeiten finden sich die Erreger von Keuchhusten überall: In Kindergärten und Schulen, aber auch in Supermärkten, Behörden und einfach überall dort, wo viele Menschen zusammenhängen.

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Für ungeimpfte Menschen ist eine Ansteckung also durchaus gut möglich, wenn Keuchhusten in der Umgebung mehrfach auftritt. Zeigt ein Baby dann Keuchhusten Symptome wie starker Husten, tränenden Augen, Luftnot, eventuell Fieber und Erbrechen, muss umgehend der Kinderarzt aufgesucht werden. Die Inkubationszeit bei Keuchhusten beträgt sieben bis zehn Tage!

Mit einer Keuchhusten Impfung Babys wirkungsvoll schützen

Keuchhusten beim Baby kann lebensbedrohlich sein. Todesfälle sind beim schweren Verlauf der Erkrankung niemals auszuschliessen. Eine wirkungsvolle Massnahme, um die Erkrankung zu verhindern, besteht in der Keuchhusten Impfung. Diese können schon Babys in ihren ersten Lebensmonaten bekommen. Die Impfung wird weltweit eingesetzt, der Impfstoff gilt als entsprechend sehr gut erprobt und die Impfung im Allgemeinen als sehr verträglich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Keuchhusten ist ebenso ansteckend wie potentiell lebensbedrohlich für Babys. Leitsymptome sind starker Husten bis hin zum Erbrechen, Luftnot während der Hustenanfälle und Atemaussetzer.
  • Der einzig wirkungsvolle Schutz besteht in einer Impfung gegen den Keuchhusten.

Viele Eltern befürchten Nebenwirkungen einer Impfung. Hier ist wichtig zu wissen, dass Impfungen nur dann ärztlich empfohlen werden, wenn der Verlauf der Erkrankung deutlich mehr Risiken birgt als die Impfung selbst. So verhält es sich auch bei der Impfung gegen den Keuchhusten. Eingesetzt wird heute ein Impfstoff, der nur noch einzelne Bestandteile des Keuchhustenvirus enthält. Dies wird auch azellulärer Impfstoff genannt. Schwere Nebenwirkungen für das Baby sind hierbei nicht realistisch zu befürchten.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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