GeburtstrendHypnobirth - ein Weg zur Wohlfühlgeburt?

Nach Haus- und Wassergeburten gibt es einen weiteren Trend für alle, welche die natürliche Geburt unterstützen wollen: Hypnobirth. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und ob diese Methode auch für Sie infrage kommt. 

Hypnobirth - ein Weg zur Wohlfühlgeburt?

Tief ein- und ausatmen! Bei der Hypnose für die Geburt geht es um eine Methode der Tiefenentspannung, wie man sie aus den Bereichen Yoga oder autogenem Training kennt. So hilft Hypnobirth, die Angst vor der Geburt zu nehmen.

Was ist Hypnobirth eigentlich?

Bei der natürlichen Hypnobirth Methode liegt der Fokus auf Atem- und Entspannungs- und Konzentrationsübungen. Diese Technik soll eine Schwangere sanft auf die Geburt vorbereiten, sodass sie gelassen, bewusst und mit positivem Erlebnis gebären kann.

Hypnobirth soll auch dafür sorgen, dass beispielsweise das Schmerzempfinden während der Geburt durch Selbsthypnose gesteuert werden kann.

Woher kommt diese Methode? 

Das Programm wurde 1992 von der Amerikanerin Marie F. Mongan in ihrem Buch «HypnoBirthing» entwickelt. Die Aussagen von Mongan, dass die Geburt eigentlich ein schmerzfreier Prozess sei, den nur Angst und Verspannung schmerzhaft werden lassen, teilen viele Menschen nicht.

Im Gegenteil versprechen die Schweizer Geburtshypnose-Ausbilder keine komplett schmerzfreie Geburt. Aber sie versprechen, dass man anhand bestimmter Techniken von (Selbst-)Hypnose Ängste abbauen und sich während der Wehen entspannen kann. Somit würde die Geburt leichter fallen.

Wie läuft ein Hypnobirthing-Kurs ab und wie ist er aufgebaut?

Den Kurs können Sie alleine oder als Paar besuchen, so fühlen sich beide gut vorbereitet und der Partner kann Sie bis zur Geburt mental unterstützen. Die Kurse werden üblicherweise unter der Woche und teils auch am Wochenende in mehreren Sitzungen abgehandelt, weil es Zeit braucht, bis man die Selbsthypnose beherrscht. 

Die vier Basistechniken sind: 

  1. Atmung 
  2. Visualisierung von schönen Orten 
  3. Entspannung der Muskulatur durch die Entspannung des Geistes 
  4. Vertiefung 

In den Kursen lernen die Teilnehmer in Gedanken zu ihren Wohlfühlorten zu reisen. Dies muss dann bis zur Geburt immer wieder geübt werden, damit man es im entscheidenden Moment auch abrufen kann. Der Vater wird ebenfalls stark eingebunden.

Wichtig ist bei diesem Programm besonders, dass viele Begriffe umbenannt werden, damit sie keine negativen Ängste hervorrufen. Eine Wehe wird als eine «Welle» assoziiert, das Kind wird nicht gepresst, sondern «hinausgeatmet». Eine Geburt ist «wunderbar» wird oftmals wiederholt. Das Mantra lautet: «Ich bin für alles bereit, was auf mich zukommt». 

Wie viel kostet ein solcher Kurs? 

In der Schweiz kosten die Kurse in der Regel zwischen 150 und 250 Franken und dauern etwa zwei bis drei Stunden.

Meistens übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten und es wird eine Kursbestätigung angefordert. Erkunden Sie sich am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Für wen eignet sich Hypnobirth?

Viele werdende Mütter wählen diese Methode, weil sie Angst haben vor der Geburt haben. Unter anderem auch, wenn sie die erste Geburt als Grenzerfahrung mit starken Schmerzen empfunden haben oder Komplikationen durchstehen mussten und für die zweite Geburt nun um Hilfe suchen.

Wo finden Sie Kurse?

Hier finden Sie erfahrene Kursleiter: Hypnobirthing Schweiz, Hypnobirthingkurs.

Generell ist die Geburt unter Hypnose natürlich auch eine Typ-Sache. Manche haben vielleicht bereits im therapeutischen Bereich gute Erfahrungen mit Hypnose gemacht oder sind generell offen für dieses Gebiet. 

Die körperlichen und mentalen Entspannungsübungen, die in den Kurstagen erlernt werden, sind nicht nur für die Geburt nützlich, sondern können auch im Alltag angewendet werden.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: Getty Images Plus

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