Schwanger am ArbeitsplatzWann Sie Ihren Arbeitgeber informieren sollten

Wann genau Sie Ihren Arbeitgeber mitteilen wollen, dass Sie schwanger sind, ist grundsätzlich Ihnen überlassen. Es gibt keine gesetzlichen Frist, die Sie einhalten müssten. Warum es dennoch unklug ist, allzu lange zuzuwarten.

Schwanger: Wann setze ich meinen Arbeitgeber in Kenntnis?

Die meisten Frauen warten die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ab, bevor Sie Ihren Vorgesetzten in Kenntnis setzen. Zuvor ist das Risiko einer Fehlgeburt noch relativ hoch. Ist das erste Trimester gut verlaufen, können Sie getrost weitergeben, dass Sie in freudiger Erwartung sind.

Kündigungsschutz in der Schwangerschaft

Wenn Sie in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen, kann Ihr Arbeitgeber Sie ab dem ersten Tag Ihrer Schwangerschaft nicht kündigen. Eine Kündigung während einer Schwangerschaft ist somit gesetzeswidrig. Dieser Kündigungsschutz besteht auch dann, wenn er noch nichts von der Schwangerschaft weiss. Sie sind schwanger und in der Probezeit? In diesem Fall können Sie auch bei bestehender Schwangerschaft gekündigt werden. Sie sollten dann überlegen, dem Arbeitgeber erst nach Ablauf dieser Probezeit von der Schwangerschaft zu erzählen. Die Kündigung während der Schwangerschaft darf der Arbeitgeber nicht vornehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keine gesetzliche Informationsfrist
  • Kündigungsschutz in der Schwangerschaft bei unbefristetem Arbeitsverhältnis
  • Schwanger in der Probezeit: kein Kündigungsschutz
  • Ideal ist, am Beginn des zweiten Trimesters der Schwangerschaft den Arbeitgeber zu informieren

Warum es wichtig ist, mit offenen Karten zu spielen

Eine Schwangerschaft über das erste Trimester hinaus zu verheimlichen, ist ein ungeschicktes Vorhaben. In manchen Arbeitsbereichen müssen zum Schutz der Schwangeren geeignete Massnahmen getroffen werden. Ausserdem muss das Unternehmen die Chance haben, sich auf die Abwesenheit der jungen Mutter einzustellen. Vielleicht würde ein Verschweigen der Umstände auch das Vertrauen des Arbeitgebers verletzen.

Sind Sie noch in der Bewerbungsphase, so müssen Sie keine Auskunft zum Thema Kinderwunsch oder Schwangerschaft geben. Aufgrund des Gleichstellungsgesetzes darf ein Arbeitgeber keine diesbezüglichen Fragen stellen. Einzige Ausnahme: Die Schwangerschaft macht Ihre Arbeitstätigkeit unmöglich, oder beeinträchtigt sie stark.

Weitere Informationen

Sie können diese Bestimmungen auf der Website der Schweizer Behörden oder in der Broschüre «Mutterschaft – Schutz der Arbeitnehmerinnen» nachlesen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock 

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