Entspannung für zweiWellness in der Schwangerschaft – das ist erlaubt

Wellness-Angebote wie Sauna, Thermalbad und Massagen klingen zwar verlockend, sind aber nicht bedingungslos zu empfehlen. Was in der Schwangerschaft erlaubt und wo Vorsicht geboten ist, erfahren Sie hier.

Sauna und Wellness in der Schwangerschaft 
In der Schwangerschaft ist Wellness mehr als nur ein entspannendes Schaumbad. © iStock / Getty Images Plus

Sauna in der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist gegen den Saunabesuch in der Schwangerschaft nichts einzuwenden. Dabei wird das Immunsystem gestärkt und die Muskulatur entspannt sich. Dennoch sollte im Voraus mit dem Frauenarzt oder der Hebamme gesprochen werden, um medizinische Bedenken auszuschliessen.

Frauen, die vor der Schwangerschaft regelmässig die Sauna besucht haben, sind an die Temperaturen gewöhnt und können ab Beginn der Schwangerschaft weiterhin saunieren. Dennoch können zu hohe Temperaturen den Körper belasten und sich negativ auf den Kreislauf auswirken. Bei Unwohlsein verlassen Sie die Sauna deshalb am besten umgehend.

Schwangere, die zuvor nicht regelmässig in die Sauna gegangen sind, sollten vorsichtiger sein. Ein Saunabad ist für sie erst nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft empfehlenswert. Dann aber nicht länger als zehn Minuten. Wichtig ist zudem, genug davor und danach zu trinken. Das See-Spital Horgen empfiehlt den Frauen: «Ein Gang weniger, eine Stufe tiefer und ein paar Grad weniger.» Eine Alternative zur gewöhnlichen Sauna ist die Bio-Sauna. Mit Temperaturen zwischen 45 bis 60 Grad Celsius sorgen für eine schonendere Entspannung als ein Aufguss in der finnischen Sauna. 

Thermalbad in der Schwangerschaft 

Ein Besuch im Thermalbad entspannt und wirkt sich angenehm auf den Körper aus. In der Schwangerschaft gelten ähnliche Voraussetzungen wie beim Saunagang, es sollten keine medizinischen Bedenken bestehen. Die Wassertemperatur sollte nicht über 35 Grad Celsius liegen und es ist wird Aufenthaltsdauer von maximal 15 Minuten in einem Becken empfohlen. In Thermalbädern besteht das Risiko einer Scheideninfektion. Ein effektiver Schutz davor sind Tampons, der zuvor mit Vaseline beschmiert oder in Olivenöl getränkt wurden. 

Whirlpools sollten in der Schwangerschaft gemieden werden. Das Risiko einer Infektion ist hier aufgrund von vermehrten Bakterien in dem warmen Wasser besonders hoch.

Massagen in der Schwangerschaft 

Massagen fördern die Entspannung und sind wohltuend bei Verspannungen und Schmerzen. In der Schwangerschaft werden Massagen aber erst ab der 16. Schwangerschaftswoche empfohlen. Der Grund: In den ersten drei Monaten finden viele hormonelle, körperliche und psychische Veränderungen stattf, weshalb der Körper in dieser Zeit noch Ruhe braucht. Ratsam ist, einen Masseur aufzusuchen, der sich auf die Massage von schwangeren Frauen spezialisiert hat. Spezielle Massagestühle für Schwangere erleichtern zudem die Massagen bei wachsendem Babybauch.

Auf Massagen verzichtet werden, sollte bei einer Risikoschwangerschaft, einem Thrombose-Risiko und frühzeitigen Wehen. 

Wellness-Angebote für Schwangere 

In diesen Hotels und Thermalbädern sind auch Frauen in der Schwangerschaft willkommen, es dreht sich alles um Wellness und Entspannung für werdende Mütter. Von klassischen Körper- und Beautybehandlungen, wie Maniküre, Pediküre, Massagen und Peelings, bis hin zu speziellen Milch-Kräuterstempel-Massagen, Lymphdrainage und Fichtennadel-Beinwickeln, wird einiges geboten. Einige Hotels bieten ab der 27. Schwangerschaftswoche nur noch kosmetische Anwendungen an, um kein Risiko einzugehen.

Wellness für Schwangere in der Schweiz 

Wellness für Schwangere im Schwarzwald

Wellness für Schwangere in Österreich 

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