Schweizer NamensrechtDen Nachnamen des Kindes können Eltern oft frei wählen

Neugeborene erhalten nicht automatisch den Nachnamen des Vaters oder der ledigen Mutter. Danke der Änderung von 2013 hält das Namensrecht der Schweiz für das Kind mehrere Möglichkeiten bereit.

Was das Namensrecht der Schweiz dem Kind bringt 

Seit dem 1. Januar 2013 ist das neue Namensrecht der Schweiz in Kraft. Jetzt können Babys lediger Mütter auch den Namen des Vaters tragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie ein gemeinsames Sorgerecht haben oder der Kindsvater das alleinige Sorgerecht besitzt. Ansonsten erhält das Kind den Ledignamen der Mutter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder unverheirateter Eltern können gemäss dem neuen Schweizer Namensrecht sowohl den Nachnamen der Mutter als auch des Vaters erhalten, sofern diese das gemeinsame Sorgerecht besitzen.
  • Kinder verheirateter Eltern führen entweder den gemeinsamen Familiennahmen oder den Nachnamen eines Elternteils, falls beide ihren Ledignamen behalten haben.
  • Schweizer Namensrecht lässt für das Kind einmalige Änderung zu.

Falls ein unverheiratetes Paar erst nach der Geburt des ersten Kindes das gemeinsame Sorgerecht erhält, können die Eltern innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten der Sorgerechtsvereinbarung den Nachnamen des Kindes ändern lassen. Hat ein Kind bereits das 12. Lebensjahr vollendet, ist für die Namensänderung seine Zustimmung erforderlich. Der für das erste Kind eines Paares bestimmte Name gilt auch für alle weiteren gemeinsamen Kinder.

Wie das Namensrecht in der Schweiz geregelt ist.
Das kann dauern: Wichtige Entscheidung für den Nachnamen des Babys treffen. (Bild: Halfpoint/iStock, Thinkstock)

Namensgebung in der Schweiz bei verheirateten Eltern

Das neue Namensrecht der Schweiz stellt Frauen und Männer gleich. Nach einer Heirat kann entweder der Ledigname der Frau oder der Ledigname des Mannes als gemeinsamer Familienname geführt werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass beide Partner nach der Hochzeit ihren Ledignamen behalten.

Sie suchen noch einen passenden Vornamen? Diese Tipps helfen Ihnen dabei

Für das ehelich geborene Kind gibt es durch das neue Namensrecht mehrere Varianten eines möglichen Nachnamens. Führt das Ehepaar einen gemeinsamen Familiennamen, übernimmt ihn auch das Kind. Falls die Eltern verschiedene Nachnamen tragen, kann einer dieser Namen für das Kind bestimmt werden.

Weitere Informationen

Häufige Fragen zum neuen Namensrecht beantwortet das Bundesamt für Justiz in einem online verfügbaren Dokument.

Innerhalb eines Jahres haben verheiratete Eltern mit verschiedenen Nachnamen die Möglichkeit, den für das erste Kind gewählten Nachnamen auf den Namen des anderen Elternteils zu ändern. Diese Erklärung ist endgültig. Der für das erste Kind festgelegte Nachname gilt auch für jedes weitere eheliche Kind.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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