Verflixte BesenreisserTipps gegen Krampfadern in der Schwangerschaft

Krampfadern in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit - vor allem bei Frauen mit schwachem Bindegewebe. 5 Tipps, wie Sie der Bildung von Krampfadern und Besenreisern entgegenwirken können.

Krampfadern in der Schwangerschaft

Wie entstehen Krampfadern in der Schwangerschaft? 

Laut Schweizer Gesundheit sind Krampfadern in der Schwangerschaft zum einen auf Veränderungen im Hormonhaushalt zurückzuführen. Das Gelbkörperhormon Progesteron, auch Schwangerschaftshormon genannt, sorgt dafür, dass sich die muskulären Wände der Blutgefässe entspannen, die Venen sich also ausdehnen. Andererseits löst das Ungeborene im Bauch einen erhöhten Druck auf die Beckenvene aus. Dies führt zu einem grösseren Volumen des Blutes.

Unschöne Krampfadern können auch Schmerzen.

Krampfadern können Schmerzen verursachen. (Bild: iStock / Getty Images Plus)

Krampfadern, oder die sogenannten Varizen, sind während der Schwangerschaft nicht nur an den Beinen möglich, sondern tauchen auch in Form von Hämorrhoiden am After oder als Vulva-Varizen an den Schamlippen auf. Insbesondere Frauen mit angeborener Bindegewebsschwäche sind oft von den Krampfadern betroffen.

So beugen Sie Krampfadern während der Schwangerschaft vor 

Vorbeugung ist die beste Therapie: Beginnen Sie am besten gleich am Anfang Ihrer Schwangerschaft mit vorbeugenden Massnahmen. So minimieren Sie das Risiko, dass sich Krampfadern überhaupt bilden. Im Prinzip hilft Ihnen alles, was die Muskelpumpe fördert und den Blutfluss erleichtert.

1. Bleiben Sie in Bewegung: Geeignete Sportarten sind beispielsweise Schwimmen (nicht zu warmes Wasser), Gymnastik oder Walking. Auch regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft können vorbeugend wirken. Oder machen Sie gleich Venengymnastik zur Stärkung Ihrer Venen. Ziehen Sie zum Beispiel im Sitzen oder im Stehen die Zehen mehrere Male zum Körper heran, um die Muskelpumpe zu aktivieren. 

2. Achten Sie auf einen guten Blutfluss: Vermeiden Sie es, mit übergeschlagenen Beinen zu sitzen. Verzichten Sie zudem darauf, Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen. Ab und zu die Beine hochlagern und sie zu massieren entspannt nicht nur die Füsse, sondern das gesamte Venensystem.

3. Cool bleiben: Kaltes Wasser bringt nicht nur Abkühlung, sondern zieht zudem die Gefässe zusammen, wodurch der Bluttransport gefördert wird. Ideal sind kaltes Abduschen der Beine oder kalte Fussbäder.

Tipp

Kühlende Umschläge, Tinkturen und Gele bringen Linderung. Bewährte natürliche Wirkstoffe gegen Krampfadern in der Schwangerschaft sind: 

  • Ringelblume (Calendula)
  • Weinlaub
  • Wacholder
  • Rosskastanie und
  • Hamamelis

Auch das Magazin A.Vogel beschreibt die Wirksamkeit von sanften Naturmitteln auf Krampfadern bei Schwangeren. Diese Mittel können demnach das venöse System positiv beeinflussen und Stauungen beseitigen. So kann das Risiko für Embolien und Thrombosen bei schwangeren Frauen gesenkt werden.

Beliebte homöopathische Mittel sind Hypericum perforatum, hergestellt aus dem Johanniskraut, und das von der Schafgarbe extrahierte Millefolium. Diese werden angewendet, um die Regeneration der Venen zu unterstützen.

4. Gesund ernähren: Schnelle und starke Gewichtszunahme fördert die Bildung von Krampfadern. Mit einer gesunden Ernährung können Sie dem entgegenwirken. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Frühte und Gemüse enthalten wichtige Nährstoffe für den Aufbau des Bindegewebes.

5. Wenden Sie Stüztstrümpe an: Eine einfache, aber effektive Maßnahme. Wichtig ist, dass diese einen elastischen Saum haben und gut sitzen, damit sie den Rückstrom des venösen Bluts zum Herzen fördern. Auf diese Weise entlasten Stützstrümpfe Ihre Venen optimal.

Tipp

Achten Sie darauf, dass die Strümpfe die Haut nicht einschnüren. Ziehen Sie sie am besten gleich morgens an, noch bevor Sie aufstehen. So sammelt sich das Blut beim Aufstehen nicht bereits in den Venen an.

 

 

 

 

Medizinische Behandlungen während der Schwangerschaft

Die Standardtherapie bei Krampfadern ist die Verödung. Dabei werden stark hypertone Kochsalz- oder Zuckerlösungen in die Venen gespritzt. Prinzipiell ist es möglich, eine Operation oder Verödung während der Schwangerschaft durchzuführen. Vorzugsweise sollten Sie jedoch auf natürliche Wirkstoffe und sanfte Methoden zur Verbesserung der Symptome zurückgreifen. Dies ist nicht nur schonender für das Ungeborene, sondern oft auch für die werdende Mutter der einfachere und ebenso wirksame Weg.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock / Getty Images Plus

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