Füsse hoch!6 Tipps gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Die Beine wiegen schwer und die Finger sind häufig geschwollen. Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft können vor allem bei heissen Temperaturen lästig sein. Mit diesen Tipps verschaffen Sie sich Erleichterung.

Das hilft gegen lästige Ödeme in der Schwangerschaft 

Nicht alle schwangeren Frauen bekommen Probleme durch Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme. Aber grundsätzlich ist es ein ganz natürlicher Vorgang, dass sich der Wassergehalt im Körper einer Frau während der Schwangerschaft erhöht, um den Anteil des Blutes zu vermehren. So ist das Baby gut versorgt. Gleichzeitig wirkt die Hautfarbe der Schwangeren frischer, die Fältchen werden weniger.

Woher Wassereinlagerungen kommen

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft treten meist im letzten Trimester auf. Eine hochschwangere Frau hat dann unter Umständen mit lästigen Symptomen zu kämpfen: Beine, Füsse, Hände und auch das Gesicht können anschwellen.

Die Ursachen sind vielseitig. Um den vermehrten Blutbedarf zu decken, halten die Nieren Salze und Wasser zurück und erhöhen damit die Flüssigkeit im Körper. Die Venen müssen eine grössere Flüssigkeitsmenge transportieren und kommen dadurch an ihre Leistungsgrenze. Auch die Schwangerschaftshormone beeinflussen das Gewebe und es wird durchlässiger. Zusätzlich drückt der wachsende Fötus in der Gebärmutter auf das Venensystem und fördert die Ödembildung.

Was Sie gegen Ödeme unternehmen können
Anzeichen für Ödeme: hoher Wassergehalt in den Füssen. (Bild: People Images/iStock, GettyImages Plus)

Einfach, aber hilfreich bei Wassereinlagerungen – 6 Tipps für jeden Tag

  1. So unlogisch es klingt: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist trotz Wassereinlagerung wichtig, mindestens zwei Liter pro Tag
  2. Essen Sie genügend Eiweiss und konsumieren Sie nur dosiert ausschwemmende Tees oder Lebensmittel. Sie könnten den Kreislauf belasten, anstatt das angestaute Wasser abzubauen. Spezielle Tees werden im Schweizer Naturheilkunde-Magazin A.Vogel empfohlen.
  3. Bewegen Sie sich – wie wäre es mit Spazierengehen und Schwimmen?
  4. Engen Sie sich nicht ein. Achten Sie auf bequeme Kleidung und Schuhwerk.
  5. Ihre Beine werden es lieben: Entlasten Sie sie regelmässig durch Hochlagern. So kann das Wasser wieder abfliessen.
  6. Benutzen Sie Kompressionsstrümpfe – am besten gleich morgens.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Regel sind Ödeme in der Schwangerschaft ein lästiges Übel, aber nicht unbedingt besorgniserregend.
  • Versuchen Sie, sich mehrmals täglich zu entspannen und bewusst die aufgeführten Tipps anzuwenden.
  • Bei ansteigenden Beschwerden wenden Sie sich an einen Arzt.

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind meist harmlos

In der Regel sind die Wassereinlagerungen harmlos und bilden sich nach der Schwangerschaft schnell wieder zurück. Leiden Sie jedoch unter ausgedehnten Schwellungen, dann sollten Sie unbedingt eine ärztliche Beurteilung einholen. Es könnte sich in seltenen Fällen um eine Gestose oder eine Präeklampsie handeln. Das sind Stoffwechselstörungen, die Sie und Ihr Baby gefährden könnten. Eine Gestose tritt in sechs bis acht Prozent einer Schwangerschaft auf, wird im Schweizer Online-Ratgeber Beobachter berichtet. Dort finden Sie ausserdem vertiefende Informationen zum Thema.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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