Wirklich?10 Dinge, die Sie noch nicht über Sperma wussten

Obwohl das Fortbestehen der Menschheit darauf basiert, wissen viele Menschen doch eher verhältnismässig wenig über Sperma. Grund genug, sich einmal näher mit dem Thema zu beschäftigen. 

Fakten: 10 Dinge, die Sie noch nicht über Sperma wussten

Manchen ist es peinlich darüber zu reden, dabei ist es ganz natürlich. Spermien sind Teil unseres Lebens, aber thematisiert werden sie häufig erst, wenn es in diesem Zusammenhang zu Problemen kommt – etwa bei Erektionsstörungen oder Unfruchtbarkeit.

Dabei hilft es auch darüber hinaus, sich eingehender mit der Spermienproduktion auseinanderzusetzen. Vor allem Paare, die schwanger werden wollen, sollten sich informieren, wie sich beispielsweise die Qualität von Spermien für die Befruchtung verbessern lässt, welche Menge der Mann davon produziert oder wie lange Spermien nach der Ejakulation überleben können.

Zehn Fakten über Sperma und die Spermienproduktion 

1. So viel Spermien produziert ein Mann 

Bei jedem Orgasmus wird rund zwei bis sechs Milliliter Ejakulat produziert, pro Sekunde können es im Hoden 1200 Spermien sein. Ein Milliliter enthält 20 bis 150 Millionen Spermien. Im Durchschnitt kommt jeder Mann im Laufe seines Lebens auf 30 bis 50 Liter Ejakulat.

Ob ein Mann mehr oder weniger Samen produziert als der Durchschnitt, sagt übrigens nichts über seine Zeugungsfähigkeit aus. 

2. So lange können Spermien überleben 

Spermien können aufgrund nährenden Schleims im Gebärmutterhals der Frau für bis zu sieben Tage überleben. Das ist im Zusammenhang mit dem Eisprung wichtig beim Kinderwunsch. 

3. Spermien unterschiedlicher Qualität 

Die Qualität des Spermas ist laut Forscher abhängig von der Jahreszeit, wie das Männermagazin Menshealth schreibt.

Im Frühjahr steigt die Spermienproduktion und die Samen sind beweglicher. Im Herbst fällt die Produktion wieder ab. Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet auch, dass sich Umweltgifte zunehmend auf die Spermienqualität auswirkt.

4. Einzelkämpfer mit Sieger 

Auf dem Weg zur Eizelle veranstalten die Spermien ein wahres Wettrennen. Nur das schnellste, beweglichste und leistungsfähigste Spermium setzt sich durch. Männliche Spermien schwimmen schneller als weibliche. Und auch die Taktik beziehungsweise Schwimmtechnik spielt dabei eine Rolle. 

Diese Fakten über Sperma wussten Sie bestimmt noch nicht.
Wer schafft es ans Ziel? Spermien im Eileiter mit hohem Tempo Richtung Eizelle. (Video: Silver555/Creatas Video+, Getty Images Plus)

5. Nahrung wirkt sich auf Geruch und Geschmack aus 

Wie es reinkommt, kommt es raus: Lebensmittel beeinflussen Geschmack und Geruch von Spermium. Zuckerhaltige Lebensmittel machen es beispielsweise süsser, Knoblauch dagegen schmeckt meist nicht. 

6. Darum ist viel Sex gut für Spermien

Regelmässiger Sex wirkt sich positiv auf die Qualität der Spermien aus. Sie werden dadurch beweglicher und damit zeugungsfähiger. Paare mit Kinderwunsch sollten also häufiger «üben». 

7. Das steckt in den Spermien

In erster Linie besteht das Ejakulat aus Wasser, nämlich zu rund 92 Prozent. Darüber hinaus sind Proteine, für chemische Prozesse im Körper nützliche Enzyme, für den Körper und dessen Wasserhaushalt lebenswichtige Elektrolyte, Hormone und Pheromone sowie Zink, Magnesium und Calcium enthalten. 

8. Fleisch ja, Kiffen nein 

Schlechte Nachrichten für Vegetarier: Wie das Schweizer Online-Portal 20 Minuten berichtet, haben Forscher der kalifornischen Loma Linda University Medical Centers herausgefunden, dass sich vegetarische Ernährung negativ auf die Spermienqualität auswirkt. Gleiches gilt übrigens auch für den Genuss von Cannabis. 

9. Spermien können Allergien auslösen 

Frauen können Allergien gegen Spermien entwickeln. Sie äussert sich bei Hautkontakt mit Ausschlag, Schwellungen und Rötungen sowie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Aber Sperma ist auch gut für die Frau, wie Punkt 10 erklärt.

10. Spermahilfe bei Depressionen 

Laut Forscher können Spermien aber auch aufgrund der darin enthaltenen Hormone wie Östrogene und Testosteron gegen Depressionen helfen. Die Hormone wirken beim Ejakulat über die Schleimhäute der Vagina und gelangen vom Unterleib der Frau direkt in deren Blutkreislauf, berichet Spiegel Online.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: man_at_mouse/iStock, Getty Images Plus

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