Schau mir in die Augen!Wie sich die Augenfarbe Ihres Baby entwickelt

Die meisten Babys in der Schweiz haben bei Geburt blaue Augen. Bei vielen verändert sich die Augenfarbe aber im Laufe des ersten Lebensjahres. Welche Augenfarbe Ihr Baby später haben wird, ist genetisch bestimmt.

Augenfarbe Ihres Babys ist genetisch bedingt

Augen, meine lieben Fensterlein - So fängt das «Abendlied» vom Schweizer Dichter Gottfried Keller an. Es heisst, die Augen sind die Fenster zur Seele, mit unseren Augen sehen wir die Welt und die Welt sieht uns durch unsere Augen.

Die Augenfarbe eines Menschen ist genetisch bedingt. Welche Augenfarbe wir haben hängt nicht mit unserem Charakter zusammen, sondern wer unsere Vorfahren waren. Ein Baby mit europäischer Abstammung kommt immer mit blauen Augen zur Welt. Erst im Laufe des ersten Lebensjahres entwickelt sich die tatsächliche Augenfarbe. 

Hellblaue Augen als Kind, werden im Alter die Farbe behalten. (Bild: Jupiterimages/iStock, Thinkstock)

Blaue Augenfarbe wird immer seltener

Braune Augen sind weit verbreitet. (Bild: javi_indy/iStock, Thinkstock)

Hellhäutige Menschen mit europäischen Vorfahren behalten meist den blauen Grundton. Weltweit kommt die Augenfarbe braun zu 90 Prozent vor, da sie dominant vererbt wird. Mischformen wie graue oder graublaue Augen kommen viel häufiger vor als blaue Augen, und stehen nach braun an zweiter Stelle. Grüne Augen sind besonders selten.

Laut dem Bundesamt für Statistik leben in der Schweiz über 8 Millionen Menschen, davon haben 35 Prozent einen Migrationshintergrund. Welche Augenfarbe in der Schweiz vorherrschend ist, ist somit schwer zu sagen.

Wann behält ein Baby seine blaue Augenfarbe?

Strahlend blaue Augen, von denen man nicht lassen kann. (Bild: RapidEye/iStock, Thinkstock)

Forscher vermuten, dass die blaue Farbe vor einigen tausend Jahren durch einen Gendefekt entstanden ist. Glauben wir dieser Annahme, stammen alle Menschen mit blauer Augenfarbe von ein und demselben Menschen ab. Da diese spezifische Genmutation aber nicht dominant an ein ungeborenes Baby übertragen wird, werden blaue Augen seltener werden.

Ist die Farbe bei der Geburt eher hellblau, wird das Kind auch später eher blaue Augen haben. Hat das Baby eher eine dunkelblaue Augenfarbe, werden diese später meistens braun.

Wie entstehen Augenfarben?

Beim Baby lagert sich schon während der Schwangerschaft das Farbpigment Melanin in der Iris ab. Dieser Vorgang endet erst im Laufe des ersten Lebensjahres. Umso mehr Melanin sich beim Baby einlagert, desto dunkler erscheint die Farbe der Iris. Wenig Melanin erscheint blau, bei etwas höherer Pigmentierung erscheint die Farbe grün und bei viel Einlagerung von Melanin wird die Iris braun.

Je mehr Pigmentierung vorhanden ist, desto dunkler die Farbe und desto höher ist auch ein natürlicher Sonnenschutz gegeben. Deshalb ist es beim Baby besonders wichtig auf einen guten Blendschutz zu achten, da noch sehr wenig Melanin in der Iris vorhanden ist. Wie gut oder schlecht man sieht, hängt hingegen von ganz anderen Faktoren als von der Augenfarbe ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Augenfarbe ist genetisch bedingt.
  • Babys mit hellblauer Augenfarbe haben auch später eher blaue Augen.
  • Auf guten Blendschutz achten, da Babys noch wenig Farbpigmente in der Iris haben.

 Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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