WanderlustMit dem Baby in die Berge

Mit Tragerucksack oder Geländekinderwagen klappt auch das Wandern mit dem Baby. Wer dazu hoch hinaus will, zum Beispiel auf die Berge, sollte ein paar Sicherheitsregeln befolgen. Welche Höhenmeter das Baby verträgt, die passende Kleidung und Tricks gegen Ohrendruck.

Wandern mit Babys in den Bergen

Die gute Luft und die unberührte Natur machen das Wandern jedesmal zu einem Erlebnis. Um das Baby bei dieser Erfahrung teilhaben zu lassen, müssen Sie für Sicherheit sorgen. Unterwegs sollten Kinder erst in der Kraxe getragen werden, wenn sie sitzen können. Im Tragetuch oder im Baby Tragerucksack können sie aber schon früher mit in die Berge.

Tipps für Wanderungen mit Baby in den Bergen.
Mit einer Bauchtrage lässt es sich bequem mit dem Baby wandern. (Bild: bluebeat76/iStock, Thinkstock)

Aber Achtung: Zuviel des Guten schadet Babys

Über 2000 Höhenmeter sollten die Kleinsten noch nicht gebracht werden – so die Empfehlung der meisten Experten, zumindest nicht, wenn sie es nicht gewohnt sind. Babys kommen mit der dünnen Luft in grossen Höhen nicht gut zurecht. Besonders problematisch sind grosse Höhenunterschiede.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wandern mit Baby ist bis zu einer Höhe von 2000 Metern unbedenklich.
  • Eltern sollten jedoch bei der Wahl der Tragemöglichkeit auf Sicherheit und Temperatur Ihres Babys achten.

Während der Fahrt mit der Gondel oder dem Sessellift, hilft es dem Baby sehr, wenn es an etwas nuckeln kann. Ein Nuggi bietet sich an und das Stillen während der Fahrt. So kann der Druck besser ausgeglichen werden und Schmerzen im Ohr werden vorgebeugt. Beim Wandern mit Kindern, die schon etwas älter sind hilft ein Bonbon. 

Problem beim Wandern mit Baby: Die Temperatur

Je kleiner Kinder sind, desto weniger können sie ihren Temperaturhaushalt regulieren. Das bedeutet: Ihnen ist schnell zu heiss oder zu kalt. Eltern sollten die Temperatur der Kinder im Nacken daher regelmässig überprüfen und genug und entsprechende Wechselkleidung dabeihaben.

Sturzgefahr

Mit der Kraxe oder einem speziellen Baby Tragerucksack auf dem Rücken oder bei kleineren Kindern mit der Bauchtrage, verliert man leicht das Gleichgewicht. Dazu kommt, dass es naturgemäss in den Bergen oft auf und ab geht. Skistecken oder andere Stützen können gute Dienste leisten und den Träger beim Wandern mit Baby vor Stürzen bewahren. 

Es braucht in erster Linie genügend Zeit, sagt der Schweizer Alpenclub.

Spass macht es nur, wenn es allen Spass macht

Daher sollten Wanderungen mit kleinen Kindern – egal ob auf dem Berg oder im Flachen – überschaubar lang gehalten werden. Babys halten es manchmal viele Stunden in der Trage oder im Kinderwagen aus. Krabbelkinder und Laufanfänger dagegen wollen und sollen ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Regelmässige Bewegungspausen für die Kleinen sind daher unbedingt empfohlen.

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«Damit eine Wanderung mit Kindern für alle Beteiligten zum unvergesslichen Erlebnis wird, braucht es in erster Linie genügend Zeit», betont der Schweizer Alpenclub in seiner Broschüre «Höhenflüge». Auch genügend Zeit um die Gegend zu erkunden, sollten Eltern ihren Kindern lassen. Essenspausen, An- und Abreise sollten mit genug Puffer geplant werden. 

Dieses Equipment sollten Eltern mit auf den Berg nehmen:

  • Genug zu trinken
  • Richtiges Schuhwerk
  • Wechselkleidung
  • Warme und regenfeste Jacken
  • Sonnenschutz, denn die UV-Strahlung ist in den Bergen höher

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: iStock, Thinkstock

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