Erste Hilfe TippsWie Sie Sonnenbrand beim Baby behandeln und vorbeugen

Warme Temperaturen und Sonnenschein: Was gibt es da Schöneres, als mit dem Baby draussen zu spielen? Trotzdem ist Vorsicht vor der prallen Sonne geboten. Die feine Haut an Armen und Rücken kann schnell rot werden. Wie Sie Ihrem Baby bei Sonnenbrand jetzt Linderung verschaffen. 

Wie Sie Sonnenbrand beim Baby vorbeugen und behandeln

Frische Luft ist gut für Ihr Kind und Sonnenlicht regt die Haut zur Produktion von Vitamin D an. Zusätzlich kann sich das Baby draussen austoben und es lernt seine Umgebung besser kennen. Gute Gründe, um nicht drinnen zu bleiben. Doch zu viel Sonne kann einen Sonnenbrand beim Baby verursachen. Deswegen ist eine gute Babypflege Voraussetzung.

Die Auswirkungen von Sonnenbrand auf Babys Haut 

Es gibt verschiedene Schweregrade von Verbrennung durch Sonneneinstrahlung. Bei einer Verbrennung ersten Grades hat Ihr Baby Rötungen und eventuell leichte Schwellungen an den betroffenen Hautstellen. Diese schmerzen beim Berühren. Bis zur Abheilung dauert es etwa fünf Tage. Verbrennungen zweiten oder höheren Grades lösen starke Schmerzen und Blasenbildung aus. Es dauert Wochen, bis sie verheilt sind. 

Noch mehr relevante Tipps, wie Sie Ihr Baby beim Sonnenbaden richtig schützen

Verschiedene Studien zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen einem starken Sonnenbrand in der Kindheit und Hautkrebs im Erwachsenenalter besteht. Je mehr Sonnenbrände das Kind hatte, desto grösser das Risiko, heisst es auf der Homepage vom Sprechzimmer.  

Den Sonnenbrand beim Baby behandeln 

Wenn Sie beim Baby Hautrötungen erkennen, sollten Sie es sofort aus der Sonne nehmen. Am besten gehen Sie mit ihm ins Haus, da auch im Schatten eine leichte Sonneneinstrahlung besteht. Befeuchten Sie einen Lappen mit kaltem Wasser und legen Sie ihn auf die verbrannte Stelle. Wiederholen Sie dies mehrmals. Sie können auch Kompressen mit kaltem Quark, Joghurt oder Kamillentee verwenden. 

So beugen Sie Sonnenbrand beim Baby vor
Um Sonnenbrand beim Baby vorzubeugen, schützen sie es mit langer Kleidung vor den UV-Strahlen. (Bild: NolanWynne/iStock, GettyImages Plus)

Kühlen beruhigt die Haut und lindert die Schmerzen. In der Apotheke oder Drogerie finden Sie hierfür After-Sun-Lotionen oder Sonnenbrandgels. Besonders beruhigend wirkt Aloe Vera. Geben Sie Ihrem Kind zusätzlich viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch den Sonnenbrand auszugleichen und die Heilung zu unterstützen. Hat das Baby dunkelrote Stellen oder bilden sich Blasen, sollten Sie unbedingt mit ihm zum Arzt. 

Sonnenschutz beim Baby: So beugen Sie Sonnenbrand vor

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Sonnenbrand hilft kalter Quark.
  • Ein Neugeborenes sollte sich hauptsächlich im Schatten aufhalten.
  • An der Sonne und im Wasser sollte das Baby UV-Schutzkleidung tragen.

Setzen Sie Ihr Baby nicht der prallen Sonne aus. Halten Sie sich möglichst im Schatten auf. Zur Mittagszeit sollten Sie ins Haus gehen. Schützen Sie Ihr Kind draussen mit langer Kleidung, einer Sonnenbrille, einem Sonnenhut oder einem Sonnenschirm. Zudem gibt es extra UV-Sonnenschutzkleidung für Kinder. Verwenden Sie auf freiliegenden Hautflächen eine Sonnencreme. 

Welches ist die richtige Sonnencreme fürs Baby? 

Verzichten Sie bei Neugeborenen so weit wie möglich auf Sonnencreme, denn diese erschwert ihnen das Schwitzen. Wenn die Sonne einmal nicht zu vermeiden oder Ihr Baby etwas älter ist, sollten Sie eine spezielle Sonnencreme für Babys wählen.

Weitere Informationen

Listen von geeigneten Sonnencremes finden Sie auf den Seiten von Ktipp und SRF.

Achten Sie darauf, dass diese einen mineralischen UV-Filter hat und keinen chemischen. Der mineralische Filter bildet auf der Haut eine Schutzschicht und reflektiert die Sonnenstrahlen, so dringen keine Substanzen in die Haut ein. Ein Lichtschutzfaktor von 30 ist in unseren Breitengraden ausreichend. Bei rothaarigen und sehr hellhäutigen Babys sollte eine Sonnencreme Faktor 50 betragen.

Publiziert von der Redaktion, Titelbild: Mdphoto16/iStock, GettyImages Plus

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